(red/swr) So dürftig hat es lange nicht mehr ausgesehen für die Judoka vom KSC Asahi Spremberg. In der 1. Bundesliga haben die Lausitzer drei der vier bisherigen Saisonkämpfe verloren und rangieren auf einem der beiden Abstiegsplätze. Und nun kommt am Samstag (18 Uhr) der Spitzenreiter in die Sporthalle Haidemühl.

Mit 5:9 haben die Spremberger vergangene Woche in Aachen beim Tabellenzweiten Hertha Walheim den Kürzeren gezogen. So deutlich, wie das Ergebnis scheint, waren die Einzelkämpfe aber nicht. Gleich viermal verlor Asahi im Golden Score. Geht den Asahi-Judoka womöglich die Luft aus im dritten Erstliga-Jahr? „Es war wie immer. Unsere Jungs halten gut mit und verpassen es, den Sack zuzumachen. Es ist verdammt schade, wir müssen uns endlich mal selbst belohnen“, sagt Vereinschef Dirk Meyer.

Einfacher wird es aber nicht. Die Sport-Union Annen aus Witten nimmt zurzeit den Sonnenplatz in der Bundesliga ein. Die Wittener haben vier Siege aus vier Begegnungen. Der „Bundesliga-Dino“ hat seit Jahren eine der stärksten Mannschaften im Norden und schon etliche Medaillen auf seinem Konto.

Trotzdem wollen sich die Spremberger der Übermacht aus dem Ruhrpott stellen. Gleich vier Kämpfer aus Polen stehen im Asahi-Aufgebot. Nicht ganz unfreiwillig, da ein Dutzend Verletzte wieder nicht zur Verfügung steht. „Wir pfeifen da gerade auf dem letzten Loch“, so Meyer. Henke kämpft beim Europacup und mit Bähr, Niesecke, Lenk und Kapitän Ilts kommen vier Arbeitstätige hinzu. Dennoch: „Jeder Einzelne hat gezeigt, dass er zu Recht im Bundesliga-Team steht“, betont Trainer Mike Göpfert.

Und wie man schon vor den Begegnungen gegen Hannover und Meister Hamburg skandierte: „Zuhause ist alles möglich.“ Der Sieg gegen Hannover und auch die ­Rückrunde gegen Hamburg haben gezeigt, dass sich Asahi auch mit den Stärksten der Liga messen kann.