Bei dem internen Qualifikationswettbewerb im Bundesleistungszentrum Kienbaum bei Berlin konnten zudem Reck-Weltmeister Fabian Hambüchen (Wetzlar), Marcel Nguyen (Unterhaching) und Robert Weber (Ehmen) überzeugen. Insgesamt stellten sich 13 deutsche Turner den Wettkampfrichtern. Der Cottbuser Steve Woitalla hatte wegen Leistungsrückstands auf die Teilnahme an der EM-Qualifikation verzichtet (die RUNDSCHAU berichtete).
Robert Juckel zeigte sich anschließend „sehr, sehr froh“ über die geglückte Qualifikation. Der 26-Jährige hatte zuletzt immer wieder mit Erkältungen zu kämpfen und war beim zurückliegenden Turnier der Meister daher nicht über die Qualifikation am Seitpferd, seinem einzigen Gerät beim Weltcup, hinausgekommen.
So ist Juckel auch in Kienbaum recht zurückhaltend in den Wettkampf gegangen, turnte aber an allen Geräten. „Ich konnte noch nicht zu viel verlangen, war dann aber letztlich gar nicht mal so schlecht drauf“ , sagte der Turner vom SC Cottbus. An den Ringen habe er zwar „auf Sicherheit“ geturnt, wird an diesen aber wohl bei der EM starten, zudem am Seitpferd und am Reck. Endgültig entschieden wird dies in den kommenden Tagen. Pro Gerät werden in Lausanne drei Turner starten.
Philipp Boy hat wegen der Folgen seiner Schulteroperation im vergangenen Herbst gestern auf die Ringe verzichtet, aber alle anderen Geräte geturnt. „Sprung und Boden waren noch nicht so optimal, Reck, Barren und Pferd aber sehr gut“ , bescheinigte Karsten Oelsch, Trainer des SC Cottbus, dem 20-Jährigen. Insgesamt war der Coach des deutschen Mannschaftsmeisters zufrieden mit Juckel und Boy. „Das war alles andere als leicht für die beiden. Dafür, dass sie zuletzt kaum trainieren konnten, haben sie ihre Sache gut gemacht.“