Allein die Tatsache, dass Energie als einziger Fußballverein für diese Auszeichnung nominiert war, ist aller Ehren wert. Dass die „Mannschaft der Herzen“ der Deutschen gewann, konnte nicht überraschen.
Überraschend ist dagegen der Start von Energie in die Bundesliga. Die Mannschaft steht in der oberen Tabellenhälfte. Wer hätte das gedacht? Seit vergangenem Sonnabend mit nur 13 000 Zuschauern im Stadion wird nun gerätselt, warum Energie nicht „Mannschaft der Herzen“ der Lausitzer ist. Na gut, den offensiven Fußball der besten National-Jungs spielen die Sander-Schützlinge nicht. Aber, sie sind erfolgreich. Ob die „Sofa-Fans“ außer gegen Bayern München ins Stadion kommen würden, wenn Energie Hurra-Fußball zelebrieren, am Ende jedoch regelmäßig auf die Mütze bekommen würde, ist fraglich. In Mainz und Aachen stehen die Zuschauer in vollen Stadien vor allem dann hinter ihrer Mannschaft, wenn es gegen unmittelbare Kontrahenten geht. Das muss doch auch in der Lausitz möglich sein.