Erst nach mehr als einer halben Stunde setzte sich Gülzow im starken Solo gleich gegen vier Herzberger durch, ehe er im letzten Augenblick von Wiedemann gestört wurde. Königs Wusterhausen hielt kämpferisch stark dagegen. Offensiv waren sie aber nicht gefährlich. Kaum war die zweite Halbzeit angepfiffen, sah Max die Ampelkarte. Die Entscheidung war zwar hart. Der Schiedsrichter lieferte aber eine gute Leistung ab.

Jetzt folgten Minuten der Aufregung, die das Spiel hätten zum Kippen bringen können. Die Gastgeber machten Druck und witterten ihre Chance. Die Partie wurde für den VfB zur Charakterfrage. Erst recht, als Valentino einen Fitzke-Freistoß im Nachschuss ins Netz beförderte. Der Treffer zählte aber wegen Abseits nicht. Hinzu kam nach Stracks Fangfehler ein Foulelfmeter, der zum Ausgleich führte. Doch Herzberg fing sich wieder. Junior war es, der mit seiner individuellen Klasse einen direkten Freistoß nach Foul an Valentino versenkte.

Jetzt überzeugte Herzberg auch in Unterzahl durch Kampfgeist und Teamwork. Zwar scheiterte Fitzke in einer Szene gleich dreimal am FSV-Keeper. Das dritte Tor, nach Milewskys langem Seitenwechsel, machte der agile Valentino. Er verschonte den FSV durch seinen Treffer wohl vor einer roten Karte für den überhart einsteigenden Torwart.

Juniors Freistoß von links aus spitzem Winkel lenkte der Keeper noch über die Latte. Nach einem weiten Kopfball von Wiedemann an den Strafraum versenkte wieder Valentino fünf Minuten vor dem Ende das Leder zum Auswärtssieg.

Herzberg: Strack, Hörster, Wiedemann, Gericke, Fitzke, Milewsky, Zottmann, Höhne (55. Scheimann), Junior (86. Preuß), Max, Valentino. – Tore: 0:1 (16.) Max, 1:1 (54./FE) Beutke, 1:2 (62.) Junior, 1:3, 1:4 (75./85.) Valentino. – Gelb: Wisocki, Ben Beutke, Albrecht (FSV) – Gericke (VfB). – Gelb-Rot: Max (VfB 46.). – SR: Pascal Reisner (Eisenhüttenstadt). – Z.: 72.