Die Situation am besten anpacken, viel investieren und am Ende belohnt werden. So lautet der Plan von Olaf Janßen. Mit harter Trainingsarbeit will der Coach Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden für den weiteren Abstiegskampf in den restlichen Spielen der Rückrunde wappnen. Deshalb präsentierte der 47-Jährige seinem Team beim Trainingsauftakt am Montag gleich ein anspruchsvolles Programm. "Es war meine Hoffnung und mein Plan, dass der eine oder andere überrascht sein wird", erklärte der Coach lächelnd.

Die komplette Woche trifft sich das Team morgens um 8 Uhr zu einer ersten Stabilisations- und Krafteinheit. Danach wird gemeinsam gefrühstückt, ehe um 10.15 Uhr und 15 Uhr die beiden nächsten Einheiten folgen. "Es ist besser, gewisse Trainingselemente zu splitten. Zudem können wir in der Zeit zusammen gewisse Dinge besser besprechen", begründet Janßen seinen Plan.

Vom 14. bis 24. Januar bereitet sich die Mannschaft dann im türkischen Lara vor. In dieser gesamten Zeit sollen die Grundlagen dafür geschaffen werden, sich vom momentanen Abstiegsplatz 17 bis Ende der Saison zu befreien. "Ich wünsche mir, dass wir den Weg unten heraus schaffen. Es muss nicht noch mal sein, Drittletzter zu werden und zwei Spiele extra zu absolvieren", meint Cristian Fiel mit Hinblick auf den Klassenverbleib in der Relegation im Vorjahr.

Am Montag nicht mit dabei waren die beiden Abwehrspieler Toni Leistner und Adnan Mravac. Leistner fehlte krankheitsbedingt. Bei Innenverteidiger Mravac findet am Dienstag eine weitere Untersuchung statt. Der 31-Jährige litt seit seinem Zusammenprall mit Torwart Benjamin Kirsten am 10. November an den Folgen einer schweren Gehirnerschütterung und konnte nicht trainieren. Nun soll sich entscheiden, ob der Bosnier mit österreichischem Pass grünes Licht für das Training bekommt oder nicht.

Muscalu wird noch untersucht

Ein individuelles Programm mit Fitness-Coach Christian Canestrini absolvierten Marco Hartmann und Cristian Muscalu. Der rumänische Mittelfeldspieler weilt nach November schon zum zweiten Mal zum Test in Dresden. Jedoch ist es immer noch unklar, ob der Club den 24-Jährigen verpflichtet. "Er hatte Ende Oktober eine Knieverletzung. Die macht ihm noch zu schaffen. Wir wollen jetzt feststellen, wann er fit sein könnte, um dann zu entscheiden, ob eine Verpflichtung noch Sinn macht", erklärte Janßen. Am Donnerstag soll Muscalu weiter intensiv medizinisch untersucht werden.

Kaum Geld für neue Spieler

Generell soll eine Aufsichtsratssitzung am Mittwoch Klarheit darüber bringen, ob und wie viel Geld der Verein überhaupt in mögliche Neuzugänge investieren kann. "Ich weiß, dass die Tendenz eher gen Null ging und wir nicht mehr viel Geld in die Hand nehmen können", sagte Janßen. Auch zu Spielern, die den Verein verlassen sollen, wollte er sich noch nicht äußern. Jeder habe die Chance, sich weiterhin anzubieten.

Erfreuliche Nachrichten gab es in Sachen Trainingsbedingungen. In den kommenden Wochen kann die Mannschaft im Stadion trainieren. Denn dort wird vor dem ersten Heimspiel am 23. Februar gegen den FC St. Pauli der Rasen erneuert. Nach der Winterpause startet Dynamo mit den Auswärtsspielen bei Union Berlin (8. Februar) und dem FSV Frankfurt (15. Februar).