Mit einem Großaufgebot bereitet sich die Polizei auf das Drittliga-Derby in Magdbeburg vor. Mehr als 1000 Polizisten würden eingesetzt, sagte Polizeiführer Tom-Oliver Langhans. Die "Volksstimme" aus Magdeburg berichtete zudem, dass der FCM die höchste Anzahl an Ordnern stellt, die jemals bei einem Magdeburger Spiel im Stadion waren.

So sollen Ausschreitungen und ein Platzsturm der Dresdner Anhänger im Falle der Aufstiegsfeier verhindert werden. Es gilt schließlich als sehr wahrscheinlich, dass Dynamo vor der großen Kulisse im Duell der beiden ehemaligen DDR-Oberligisten die Zweitliga-Rückkehr perfekt machen wird. Momentan haben die Sachsen 15 Punkte Vorsprung auf den Dritten VfL Osnabrück und wären bei einem Unentschieden in jedem Fall durch. Außerdem verfügen die Dynamos auch noch über die um 27 Treffer bessere Tordifferenz - mehr als nur ein Bonuspunkt.

Wasserwerfer und Spürhunde

Das Drittliga-Spiel wird als so genanntes Hochsicherheitsspiel eingestuft. Die Behörden befürchten, dass Hunderte gewaltbereite Fans von beiden Lagern kommen könnten. Im Magdeburger Stadion sollen die Fans aus Dresden strikt von den anderen Zuschauern getrennt werden. Insgesamt wird mit mehr als 20 000 Zuschauern gerechnet. Die Polizei werde Unterstützung aus sechs Bundesländern bekommen, sagte Langhans. Auch Wasserwerfer stünden bereit. Spezielle Sprengstoffspürhunde sollen das Stadion vorher kontrollieren, auch werden Polizeireiter eingesetzt.

Aus sportlichen Gründen ist derweil die Situation beim Halleschen FC sehr brisant. Dort hat sich der auch erst im vergangenen Herbst verpflichtete Trainer Stefan Böger geschickt selbst aus der Schusslinie genommen, sich schon jetzt zum Sportdirektor befördert und seinen für die neue Saison geplanten Nachfolger Rico Schmitt die direkte Last der Verantwortung für die verkorkste Saison aufgebürdet. "Rico Schmitt ist ein erfahrener Trainer. Er wird seine Fähigkeiten so weit umsetzen, dass wir in kürzester Zeit die nötigen Punkte einfahren", sagte HFC-Manager Ralph Kühne dem "Kicker".

Hallescher FC mit neuem Trainer

Schmitt tritt am Sonntag (14 Uhr) im Gastspiel bei Fortuna Köln ein überaus schweres Erbe an. Der bislang letzte HFC-Sieg liegt schon fast zwei Monate zurück, 4:1 hieß es am 20. Februar zu Hause gegen Großaspach. Danach lief in der Liga nicht mehr viel: Sieben Spiele ohne Sieg, drei Unentschieden und vier Niederlagen, nur fünf Tore erzielt, aber 14 Gegentreffer kassiert. Auf Tabellenplatz 15 abgerutscht ist der HFC mit 39 Punkten nur vier Zähler vom ersten Abstiegsplatz entfernt.