Dynamo Dresden hat sich im Relegations-Hinspiel beim 1. FC Kaiserslautern ein Remis erkämpft und damit gute Chancen auf den Verbleib in der 2. Fußball-Bundesliga. Die Sachsen sicherten sich am Freitagabend in einer kampfbetonten Partie beim Drittliga-Dritten ein 0:0 und gehen nun mit einem kleinen Vorteil ins Rückspiel am kommenden Dienstag (20.30 Uhr/ Sat.1 und Sky).
Beim Debüt von Trainer Dirk Schuster war der FCK auf dem Betzenberg zwar über weite Strecken tonangebend, verpasste aber den durchaus möglichen Heimsieg. Dynamo hat in der gesamten Rückrunde – auch unter dem neuen Chefcoach Guerino Capretti seit Anfang März – noch kein einziges Spiel gewonnen.
„Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit im Vorwärtsgang zu viele leichte Fehler gemacht – aber wir haben es leidenschaftlich verteidigt und den Punkt verdient mitgenommen“, sagte Dynamo-Abwehrspieler Chris Löwe bei Sat.1. „Aber weil die Auswärtstorregel weggefallen ist, ist es für uns heute ein gutes Ergebnis“, befand der 33-Jährige.
Der letzte Sieg des harmlosen Dresdner Teams stammt vom 12. Dezember 2021 vom 1:0 bei Erzgebirge Aue. Chefcoach Guerino Capretti ist seit seinem Amtsantritt im März ohne Dreier. Beim FCK hatte Schuster vergangene Woche Marco Antwerpen abgelöst, nachdem die Pfälzer mit drei Niederlagen zum Saisonende den direkten Aufstieg verspielten.

Fans brennen Pyrotechnik ab

In der aufgeheizten Atmosphäre auf dem Betzenberg nutzten die FCK-Fans vor dem Anpfiff gleich mal ein riesiges Banner, um dahinter verbotene Pyrotechnik abzubrennen. Die 5000 Anhänger aus Dresden waren schon auf der Anreise von der Polizei strikt von den FCK-Anhängern getrennt worden, zündelten aber ebenso in ihrem Block.
Vor allem nach der Pause konnte Dresden die Partie offener gestalten. Bei einem Kopfball von Christoph Daferner hatte FCK-Keeper Matheo Raab gerade noch die Finger dran (55. Minute). In Felix Götze, dem Bruder von 2014er Weltmeister Mario, brachte Schuster dann ein frische Kraft. Der Drittligist konnte aber nicht mehr die Wucht der ersten Halbzeit entfachen.
Und Dynamo fehlten auch die spielerischen Mittel, um den Gegner ernsthaft in Bedrängnis zu bringen.