Der Spielausschuss ebnete den Weg, wie der Spielbetrieb in 2022/23 organisiert werden soll. Nach mehreren Spielserien während der Pandemie mit einigen Verschiebungen und Sonderregeln wie das Überfüllen der Staffeln erscheint der neue Wettkampf sortiert: sieben Staffeln betreut der FLB und in allen jeweils 16 Mannschaften.
Das heißt: 112 Teams beginnen in sieben Wochen ihren Kampf um den Aufstieg oder gegen den Abstieg. Der in dieser Woche ad hoc gestellte Härtefall-Antrag vom Landesklasse-Zweiten (Nordstaffel) SG Einheit Zepernick fand keine Mehrheit. Die SG Einheit muss demnach einen neuen Anlauf in der Landesklasse nehmen. Lok Falkenberg rutschte für den Pankower SV Rot-Weiß auf den einen freien Platz in der Landesklasse. Kreismeister Pankow (Prignitz/Ruppin) verzichtet nämlich aus personellem Grund auf den Aufstieg. Damit hält Falkenberg die Spielklasse.

Einschränkungen wegen Corona

Eine ganze Reihe von Nachholspieltagen hat der FLB in seinem Rahmenterminplan integriert. 24 zusätzliche Tage, teilweise auch innerhalb der Woche, sind aufgenommen worden, um ein Ausweichen auf mögliche Spielausfälle zu gewährleisten. Acht Termine sind in 2022 gegeben, die doppelte Anzahl in 2023. Sollten Partien ausfallen, sind für die Staffelleiter daher zeitnahe Lösungen fürs Neuansetzen möglich.

Allgemeiner Start zum Schuljahresbeginn

Erstmals um Punkte gekämpft wird in den FLB-Wettbewerben am 20. August. Jener Sonnabend ist der letzte in den Sommerferien, der Einschulungstermin. Eröffnet wird eine Woche zuvor der zweite Wettbewerb: der Kampf um den Landespokal, allerdings erst die Vorrunde, ehe am 3. September die erste Hauptrunde ansteht.

Die Hinrunde läuft bis 17. Dezember

Der Ball rollt – sofern dies das Wetter und Corona zulassen – bis zum 17. Dezember. Im neuen Jahr wird mit der Rückrunde am 25. Februar begonnen. Der 30. Spieltag ist auf den 24. Juni datiert.

Flut an Absteigern nicht auszuschließen

Es zeichnet sich ab, dass aus der Oberliga pro Staffel vier Mannschaften in 2023 absteigen. Nicht ausgeschlossen ist, dass deshalb vier Brandenburgligisten in einem Jahr in die Landesligen müssen, also könnte es bei sechs Absteigern aus der Landesliga und bei zehn aus der Landesklasse bleiben. Erst der viertletzte Tabellenplatz ist der erste sichere.

Nachfolger vom 1. FC Frankfurt gesucht

Die Brandenburgliga steht: Victoria Seelow und der BSC Süd, beide mit neuen Cheftrainern – Matthias Schade beziehungsweise Hans Oertwig – stoßen aus der Oberliga dazu. Germania Schöneiche und Grün-Weiß Ahrensfelde sind die Neulinge aus der Landesliga. Diese vier Neuen ergänzen das Feld. Der 1. FC Frankfurt als Landesmeister ist nun Fünftligist – FC Eisenhüttenstadt, FSV Bernau und SC Miersdorf/Zeuthen steigen in die siebte Spielebene ab.

Die neue Brandenburgliga

■ 16 Mannschaften: BSC Süd 05 Brandenburg, Victoria Seelow (beide Absteiger OL), Frankonia Wernsdorf, Grün-Weiß Lübben, SV Falkensee-Finkenkrug, Preussen Eberswalde, SV Zehdenick, SV Altlüdersdorf, Werderaner FC Viktoria, TSG Bernau, Union Klosterfelde, TuS Sachsenhausen, Oranienburger FC Eintracht, SV Petershagen-Eggersdorf, Grün-Weiß Ahrensfelde, Germania Schöneiche (beide Aufsteiger LL)

Landesliga mit jeweils 30 Punktspielen

Die Teilnehmerstärke in beiden Staffeln ist bereinigt. Es stehen nur noch 30 Punktspiele an. Wegen des Abstiegs von Hansa Wittstock sowie Einheit Perleberg sind die Fahrstrecken für die Nordvereine etwas kürzer geworden.

Die neuen Landesligen

■ Staffel Nord: FSV Bernau (Absteiger Brandenburgliga), Fortuna Glienicke, Stahl Brandenburg, Schwarz-Rot Neustadt, Fortuna Babelsberg, Eintracht Alt Ruppin, FSV Babelsberg 74, FC Schwedt, Grün-Weiß Brieselang, FC 98 Hennigsdorf, Birkenwerder BC, Chemie Premnitz, VfB Trebbin, SC Oberhavel Velten, Victoria Templin (Aufsteiger Nord), SG Michendorf (Aufsteiger Mitte)
■ Staffel Süd: FC Eisenhüttenstadt, SC Miersdorf/Zeuthen (beide Absteiger Brandenburgliga), Buckow/Waldsieversdorf, Blankenfelde-Mahlow, Brieske Senftenberg, FV Erkner, Union Fürstenwalde II, Großziethen, Phönix Wildau, Wacker Ströbitz, 1. FC Guben, VfB Hohenleipisch, Blau-Weiß Briesen, Guben-Nord, SV Döbern (Aufsteiger Süd), FSV Luckenwalde II (Aufsteiger Ost)

Landesklasse im letzten Moment verändert

Eine Reaktion beim Zusammenstellen der regionalen Staffeln war nötig, nachdem ein Kreismeister sein Aufstiegsrecht nicht wahrnehmen will. Daher wurde ein Platz in der Weststaffel frei. Für die Südstaffel bedeutet die Rettung von Lok Falkenberg, dass hier eine Mannschaft zu viel im Plan war.

Die neue Landesklasse

■ Staffel Nord: FC Strausberg (Absteiger), Einheit Zepernick, Angermünder FC, Blau-Weiß Wriezen, FSV Schorfheide Joachimsthal, 1. SV Oberkrämer, Schönower SV, Oranienburger FC Eintracht II, VfB Gramzow, SG Müncheberg, Eintracht Wandlitz, Blau-Weiß Gartz, Eintracht Bötzow, Fortuna Britz, TuS Sachsenhausen II (Aufsteiger), Einheit Grünow (Aufsteiger)
■ Staffel Ost: Blau-Weiß Markendorf, MSV Zossen, SV Woltersdorf, Eintracht Peitz, Union Bestensee, Müllroser SV, SG Wiesenau, FSV Eintracht Königs Wusterhausen, MTV Wünsdorf, Preussen Beeskow, SG Niederlehme, Preußen Bad Saarow, Blau-Weiß Dahlewitz, BSG Pneumant Fürstenwalde, FSV Dynamo Eisenhüttenstadt, Grün-Weiß Lübben II (Aufsteiger)
■ Staffel Süd: Kolkwitzer SV, TSV Schlieben, VfB Krieschow II, SG Groß Gaglow, SC Spremberg, FC Lauchhammer, Spremberger SV, Wacker 09 Cottbus-Ströbitz II, SV Eintracht Ortrand, SG Friedersdorf, SSV Alemannia Altdöbern, FC Bad Liebenwerda, VfB Herzberg 68, SV Fichte Kunersdorf, ESV Lok Falkenberg, Motor Saspow (Aufsteiger)
■ Staffel West: FK Hansa Wittstock, SSV Einheit Perleberg (beide Absteiger), Blau-Gelb Falkensee, Teltower FV, SV Babelsberg 03 II, Grün-Weiß Golm, ESV Lok Potsdam, VfL Nauen, FSV Veritas Wittenberge/Breese, Eintracht Falkensee, MSV Neuruppin II, SG Bornim, Pritzwalker FHV, Union Neuruppin, ESV Lok Seddin, Empor Schenkenberg (Aufsteiger)

Aufstiegsspiele zur 3. Liga

Brandenburg stellt nach wie vor keinen Erst-, Zweit- oder Drittligisten. In der Regionalliga des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV) spielen nach dem Reduzieren um zwei wieder 18 Mannschaften, darunter steht lediglich ein Trio aus Brandenburg: FC Energie Cottbus, SV Babelsberg 03, FSV Luckenwalde. Neu sind die Aufsteiger Rot-Weiß Erfurt und Greifswalder FC aus der Oberliga.
Aus der 3. Liga ist Viktoria Berlin abgestiegen. NOFV-Meister BFC Dynamo scheiterte in den Aufstiegsspielen gegen den VfB Oldenburg und spielt ebenfalls wieder in der Regionalliga. Die Aufstiegsspiele zur 3. Liga sind im Rahmenterminplan mit 1./2. Juni (Hinspiel) und 5./6. Juni (Rückspiel) angegeben. Scheitert der nächste NOFV-Meister darin erneut, hat das Auswirkungen auf alle Spielklassen darunter – meistens wird das mehr Absteiger nach sich ziehen.