Nach dem neuen DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund will nun auch Hertha BSC im Olympiastadion feiern. Mit einem Heimsieg gegen den 1. FC Köln an diesem Samstag (15. Mai) um 15.30 Uhr können die Berliner ihre jüngste Aufholjagd krönen und den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga endgültig perfekt machen.

Hertha spielt gegen Köln auf Sieg

„Wir werden gegen Köln auf Sieg spielen, auch wenn vielleicht schon ein Unentschieden reicht“, kündigt Trainer Pal Dardai ungeachtet der immer größer werdenden Personalnot im Sturm an. Für Jhon Cordoba und Krzysztof Piatek ist die Saison aufgrund von Sprunggelenks-Verletzungen vorzeitig beendet. Dodi Lukebakio sah am Mittwoch beim so wichtigen 2:1-Auswärtssieg gegen Schalke 04 die Gelb-Rote Karte wegen wiederholten Foulspiels. Er ist am Samstag gesperrt.
Matheus Cunha kehrt eventuell beim Saisonfinale am Samstag in einer Woche gegen die TSG Hoffenheim ins Team zurück. In jedem Fall muss Hertha gegen Köln auf seine vier besten Torschützen verzichten. Gemeinsam kommt dieses Quartett auf 26 der insgesamt 40 Saisontreffer.

Jessic Ngankam hat Kniebeschwerden

Und zu allem Überfluss ist nun auch noch Jessic Ngankam angeschlagen. Der Siegtorschütze aus dem Schalke-Spiel klagt über Kniebeschwerden. „Wir müssen schauen, ob es bei ihm geht. Wir werden jedenfalls nichts riskieren. Es geht um die Gesundheit“, erklärte Dardai einen Tag vor dem letzten Heimspiel in dieser Saison. Auch hinter dem Einsatz von Sami Khedira steht ein Fragezeichen. Vladimir Darida (5. Gelbe Karte Karte) wird definitiv fehlen.
Die Ausgangsposition ist ziemlich reizvoll für Hertha BSC. Mit acht Punkten aus den jüngsten vier Partien haben sich die Berliner von Platz 17 auf Rang 13 noch oben gekämpft – und das in nur zehn Tagen. Zudem spricht die beste Tordifferenz aller Abstiegskandidaten für die Mannschaft von Trainer Pal Dardai.

Weißwasser

Und so kann der Klassenrhalt gelingen: Bei einem Sieg gegen Köln wäre der Verbleib in der Bundesliga in jedem Fall fix. Bei einem Remis ist zumindest der Relegationsplatz 16 gesichert. Und selbst im Fall einer Niederlage gegen Köln hätte Hertha eine Woche später in Hoffenheim noch einen weiteren Matchball und damit den Klassenerhalt nach wie vor in der eigenen Hand.
Sportdirektor Arne Friedrich lobte am Freitag zwar noch einmal ausdrücklich die Arbeit von Pal Dardai und ließ kaum Zweifel daran, dass der Ungar im Falle des Klassenerhalts auch in der kommenden Saison der Cheftrainer von Hertha BSC sein wird. Friedrich warnte gleichzeitig aber eindringlich davor „zu froh und zu locker“ in das Spiel gegen Köln zu gehen. Zumal die Gäste im Falle einer Niederlage eventuell schon als Absteiger feststehen könnten.
Der Sportdirektor rechnet deshalb mit einem verzweifelt kämpfenden Gegner. „Die Situation für uns ist immer noch gefährlich. Das wird ein ganz kompliziertes Spiel. Darin liegt die Gefahr“, sagte Friedrich.
Also: Von einer blau-weißen Party im Olympiastadion bis hin zu langen Gesichtern bei Hertha BSC ist am Samstag alles möglich.