Drei Tage nach dem Abstieg aus der 2. Fußball-Bundesliga hat Dynamo Dresden die ersten Weichen für den Neuaufbau gestellt. Ralf Becker bleibt auch nach dem verpassten Klassenerhalt Sportchef des künftigen Drittligisten. Das teilte der Club am Freitag mit. Der Aufsichtsrat habe den Vertrag mit Becker entsprechend angepasst, da dessen Arbeitspapier bisher nur für die 2. Bundesliga galt. Trainer Guerino Capretti wird den Club dagegen verlassen.

Stefan Kutschke wechselt zu Dynamo Dresden

Mit Stefan Kutschke wurde am Freitag auch ein Neuzugang präsentiert. Der 33-jährige Mittelstürmer hat einen Vertrag bis 2024 unterschrieben. Der gebürtige Dresdener spielte zuletzt für den FC Ingolstadt.
„Ich weiß genau, was es heißt, für Dynamo Dresden spielen zu dürfen und freue mich riesig darauf, zurück zu sein und wieder in meiner Heimatstadt Fußballspielen zu können. Ich will allen zeigen, dass ich das Zeug immer noch in mir habe, um meinen Teil dazu beizutragen, dass dieser großartige Verein schnellstmöglich wieder dahin kommt, wo er mindestens hingehört: nämlich in die 2. Bundesliga“, erklärte Kutschke.
Für Stefan Kutschke ist es dir Rückkehr nach Elbflorenz. In der Saison 2015/16 stieg er mit Dynamo Dresden in die 2. Liga auf. Insgesamt absolvierte er 50 Pflichtspiele für Dynamo, in denen ihm 21 Tore und neun Vorlagen gelangen.

Trainer Guerino Capretti muss gehen

Das modifizierte Arbeitspapier von Ralf Becker hat nun eine Gültigkeit bis 2024 für die 3. Liga. Im Falle des Wiederaufstiegs würde sich der Kontrakt um ein weiteres Jahr verlängern.
Der sieglose Trainer Capretti wird hingegen nicht Teil des Neuaufbaus sein. Zwar habe der 40-Jährige seit seinem Amtsantritt am 2. März „alles gegeben, damit wir gemeinsam unser Saisonziel erreichen. Aber leider konnten wir den Abstieg nicht verhindern“, analysierte Becker. In zwölf Spielen unter der Führung des Deutsch-Italieners hatte die SGD kein einziges Spiel gewinnen können und gerade einmal sieben Unentschieden errungen. Zu wenig für den Klassenerhalt. Finanziell belastet Dynamo die Trennung von Capretti nicht. Dessen Arbeitspapier besaß nur Gültigkeit für die 2. Liga.
Nachdem nun die erste Korsettstange des sportlichen Neuaufbaus vorhanden ist, muss ein neuer Trainer gefunden werden. Bereits in drei Wochen ist der Trainingsauftakt geplant. Der erste Spieltag der 3. Liga ist auf den 22. Juli festgelegt.