Ist das schon die letzte Chance für Dynamo Dresden im Kampf um den direkten Klassenerhalt in der 2. Fußball-Bundesliga? Nach nunmehr zwölf sieglosen Spielen in Serie befindet sich Dynamo in akuter Abstiegsgefahr. Zuletzt gab es eine 1:2-Niederlage im Kellerduell gegen den SV Sandhausen.

Dynamo Dresden trifft auf Holstein Kiel

„Wir waren nach dem Spiel sehr enttäuscht von der eigenen Leistung“, erklärte Innenverteidiger Michael Sollbauer am Donnerstag. Während der Trainingswoche sei es deshalb vor allem darum gegangen, die jüngeren Mitspieler mental aufzurichten. Am Karsamstag treffen die Sachsen auf Holstein Kiel (13.30 Uhr/Sky). Fünf Spieltage vor Schluss hat Dynamo Dresden sechs Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.
Sportgeschäftsführer Ralf Becker ist jedenfalls fest davon überzeugt, dass Dynamo Dresden auch in der kommenden Saison in der 2. Liga spielen wird. „Unser Ziel war immer der 15. Tabellenplatz, jetzt sind wir einen Platz dahinter. Wenn wir die Relegation spielen sollten, dann werden wir sie mit breiter Brust und voller Überzeugung spielen“, sagte Becker bei „Dynamo-TV“. Man habe jetzt eine Tabellenkonstellation, die noch sehr viel hergebe.

Versprechen von Dynamo-Coach Capretti

Vor dem Spiel gegen die Kieler erwartet Trainer Guerino Capretti, dass erfahrene Spieler wie Sollbauer nun auch auf dem Platz vorangehen. „Wir sind uns bewusst, dass wir so nicht wieder auftreten können“ erklärte der 40-Jährige. Man wolle vor allem das Auftreten gegen Sandhausen „wettmachen und vor allem den Zuschauern zeigen, dass wir kämpfen, rennen und gewinnen können“, sagte Capretti. Und der Dynamo-Coach gibt ein Versprechen ab: „Ich bin mir sicher, dass wir gegen Kiel ein ganz anderes Gesicht zeigen werden.“
Auf die Frage, ob es personelle Konsequenzen aus den letzten Auftritten gibt, antwortete der Fußballlehrer vielsagend mit „mag sein“. Welche Änderungen er konkret vornimmt, wird wahrscheinlich erst bei der Bekanntgabe der Startaufstellung am Samstag ersichtlich. In diese sollten zwei Angreifer stehen: Sowohl Christoph Daferner als auch Ransford Königsdörffer hätten unter der Woche weiter an ihrer Spritzigkeit gearbeitet.
Nicht im Kader stehen die Langzeitverletzten Kevin Ehlers, Panagiotis Vlachodimos, Patrick Wiegers und Luca Herrmann. Robin Becker fällt mit einem Muskelfaserriss im linken Oberschenkel ebenfalls weiterhin aus.