„Die Jungs sind heiß auf dieses Spiel“ , beschreibt Cheftrainer Fred Carroll die Stimmungslage im Fuchsbau. Denn seine Mannschaft hat nach dem turbulenten Derby in Dresden jede Menge Wut im Bauch. „Der Schiedsrichter hat uns dieses Spiel aus der Hand genommen“ , erhebt Carroll schwere Vorwürfe gegen Stefan Breiter aus Stuttgart, der insgesamt fünf Spieldauer- Disziplinarstrafen verhängte. Besonders bitter für die Füchse: Im Spiel Fünf gegen Fünf waren sie dem neuen Tabellenführer der 2. Liga mindestens ebenbürtig. Im Zweikampfverhalten hatte Weißwasser sogar Vorteile. Im zweiten und dritten Drittel kassierte das Team von Fred Carroll jedoch zu viele Strafzeiten. „Die vielen Unterzahlspiele sind an die Substanz gegangen. Deshalb hat uns in der entscheidenden Phase die Kraft gefehlt“ , analysiert Carroll. „Dennoch kann die Mannschaft stolz auf diese Leistung sein. Sie hat eine tolle Moral bewiesen und sich sehr gut präsentiert. Am Ende fehlte lediglich die Belohnung in Form von drei Punkten.“
Dieser positive Eindruck soll heute im Heimspiel gegen Wolfsburg vor eigenem Publikum ausgebaut werden, um damit die jüngste 1:5-Schlappe auf eigenem Eis gegen Kaufbeuren vergessen zu machen. Der äußere Rahmen dürfte wie fast immer bei den Partien zwischen Weihnachten und Neujahr stimmen. Denn viele Fans, die auswärts arbeiten, sind derzeit zu Hause. „Der Kartenvorverkauf läuft gut. Die Sitzplatzkarten sind bereits komplett ausverkauft“ , teilt Pressesprecher Andreas Friebel mit.
Bei einem leichten Auflockerungs-Training am gestrigen Tage grübelte Carroll gemeinsam mit Co-Trainer Torsten Hanusch über die Zusammensetzung der Reihen für das Spiel gegen Wolfsburg. Nach dem Ausfall von Sean Gagnon stehen nur noch sechs Verteidiger zur Verfügung. Deshalb soll der Kader heute mit zwei Abwehrspielern aus dem Nachwuchs aufgefüllt werden, die den drei Profi-Duos bei Bedarf etwas Luft verschaffen können. Auch Topscorer Lars Müller und Richard Rochefort werden im Sturm schmerzlich vermisst. Beide haben in dieser Saison insgesamt 15 Treffer erzielt. „Die anderen müssen noch enger zusammenrücken und für die fehlenden drei Spieler mitlaufen“ , betont Carroll.