Vier Niederlagen innerhalb von fünf Tagen – das haben die Lausitzer Füchse in der DEL2 so noch nicht erlebt. Am Montagabend kassierten die Weißwasseraner zum Abschluss der corona-bedingten Dauerspielschleife die vierte Pleite. Beim 3:4 nach Verlängerung beim ESV Kaufbeuren verspielte das Team des neuen Trainerduos Chris Straube und André Mücke erneut auswärts einen Zwei-Tore-Vorsprung. Am Sonntag hatten die Füchse beim 4:6 in Heilbronn sogar eine zwischenzeitliche 4:1-Führung weggegeben.
Am Montag in Kaufbeuren startete Weißwasser erneut gut: Andrew Clark (6.) und Nick Walters (16.) besorgten die 2:0-Führung im ersten Drittel. Weißwasser-Keeper Mac Carruth, der anstelle von Tobias Ancicka ins Füchse-Tor zurückkehrte, präsentierte sich gewohnt stark. Dennoch wurde er früh im zweiten Drittel bezwungen – Branden Gracel traf zum 1:2 (21.). Obwohl Rylan Schwartz in Überzahl schnell mit dem dritten Gäste-Treffer (24.) dagegenhielt, gab Weißwasser mehr und mehr das Spiel aus der Hand.

Kaufbeuren letztlich überlegen

Die Hausherren im Allgäu waren nun deutlich überlegen: Mit schnellem Hockey wirbelte Kaufbeuren die Füchse-Hintermannschaft durcheinander Das 3:3 zur zweiten Drittelpause durch die Treffer von Tobias Wörle (26.) und Sami Blomqvist (35.) war deshalb absolut verdient.
Immerhin: Im Schlussdrittel zeigten die Weißwasseranerihr Kämpferherz: Trotz der extremen Belastung der zurückliegenden Tage trotzten die Füchse den Gastgebern zumindest einen Punkt ab. Erst in der Verlängerung erzielte Kaufbeurens Branden Gracel nach überragender Einzelleistung den Treffer zum 4:3-Endstand (62.).

Weißwasser tief im Tabellenkeller

Die Füchse stecken tief im Tabellenkeller der DEL2 fest. Dass in dieser Saison erneut der Abstieg ausgesetzt ist, dürfte die Weißwasseraner Fans sicherlich etwas beruhigen. Ein Trost für die derzeitige Niederlagen-Serie ihrer Mannschaft indes wird es nicht sein. Aus den letzten 13 Spielen gab es nur zwei Siege – eine trübe Bilanz im Corona-Spieljahr.

Die Trainerstimmen:

Chris Straube (Lausitzer Füchse): „Es ist sehr schade, dass wir durch individuelle Fehler wieder eine Führung abgegeben haben. Im Schlussdrittel haben wir immerhin kein Gegentor bekommen, das war gut. Langsam müssen aber ein paar Siege her.“
Rob Pallin (ESV Kaufbeuren): „Wir hatten ein wirklich gutes erstes und zweites Drittel, das dritte Drittel war dann ziemlich ausgeglichen. Bei uns hat Branden Gracel ein überragendes Spiel gemacht, bei Weißwasser war Torhüter Mac Carruth richtig gut. Unser Team rückt immer mehr zusammen.“

ESV Kaufbeuren – Lausitzer Füchse 4:3 n.V. (0:2, 3:1, 0:0, 1:0)

Tore: 0:1 Clark (5.), 0:2 Walters (16.), 1:2 Gracel (21.), 1:3 Schwartz (24.), 2:3 Wörle (26.), 3:3 Blomqvist (35.), 4:3 Gracel (62.); Zuschauer: keine; Schiedsrichter: Bauer / Hinterdobler; Strafminuten: 8 / 8