Große Enttäuschung statt Sechs-Punkte-Wochenende: Trotz einer Zwei-Tore-Führung gingen die Lausitzer Füchse gegen den EHC Bayreuth als Verlierer vom Eis. Weißwasser verlor am Sonntagabend das Auswärtsspiel beim Tabellenletzten der DEL2 mit 3:6. Ausschlaggebend war ein ganz schwaches 2. Drittel der Füchse.

Vor 2017 Zuschauern in Bayreuth verzichteten die Gäste auf ihren Stammtorhüter Mac ­Carruth. Am Freitagabend beim 1:0-Heimsieg gegen Tabellen­führer Kassel Huskies war der ­Keeper der überragende Spieler auf dem Eis und blieb zum ersten Mal in dieser Saison ohne Gegentor. „Der Schlüssel zum Sieg für Weißwasser war die Nummer 78 – Mac Carruth. Er hat phan­tastisch gehalten“, lobte Kassel-Trainer Tim Kehler.

Dass die Füchse trotzdem ohne ihren Torhüter nach Franken ­reisten, hatte einen einfachen Grund: Neuzugang Luke Nogard kam zu seinem Debüt im Weißwasseraner Trikot. Der Stürmer aus Kanada wurde am Donnerstag als fünfter Ausländer verpflichtet. In der DEL2 dürfen nur vier Kontingentspieler pro Partie mitwirken. Nogard bildete gemeinsam mit Feodor Boiarchinov und Daniel Schwamberger die dritte Angriffsreihe.

Es lief zunächst richtig gut für die Gäste. Weißwasser führte nach den Toren von Mike Hammond (18. Minute) und Darcy Murphy (25.) mit 2:0. Danach wurde Schlusslicht Bayreuth aber regelrecht zu einer Aufholjagd eingeladen. Innerhalb von dreieinhalb Minuten kamen die Gastgeber durch Juuso Rajala (26.), Tyler Gron (27.), Simon Karlsson (28.) und Tomas Schmidt (29.) zu vier Toren. Nach der 2:0-Führung stand es plötzlich 2:4. Ebenfalls im 2. Drittel erzielte Ville Järveläinen den fünften Bayreuther Treffer (37.). Niklas Zoschke im Füchse-Tor hatte es schwer als ­Ersatz für Mac Carruth.

Im letzten Drittel schöpften die Gäste wieder Hoffnung, denn nur 14 Sekunden nach Wieder­beginn verkürzte Robert Farmer. Als Weißwasser noch einmal ­alles versuchte, traf Sebastian Busch zum 6:3-Endstand (58.). Die schwache Leistung der Füchse im 2. Drittel war letztlich nicht mehr wettzumachen.

Füchse-Coach Corey Neilson: „Das Spiel gegen Kassel war körperlich und mental sehr anstrengend. Heute hat uns am Ende die Energie gefehlt, um das Spiel zu drehen.“ Und Mac Carruth? „Er sollte sich erholen“, beantwortete Neilson kurz und knapp die Frage nach dem Torhüter.

EHC Bayreuth – Lausitzer ­Füchse 6:3 (0:1, 5:1, 1:1)

Tore: 0:1 Hammond (18.), 0:2 Murphy (25.), 1:2 Rajala (26.), 2:2 Gron (27.), 3:2 Karlsson (28.), 4:2 Schmidt (29.), 5:2 Järveläinen (37.), 5:3 Farmer (41.), 6:3 Busch (58.); Schiedsrichter: Noeller/Singaitis; Zuschauer: 2017; Strafminuten: 8/12.

Komplette Statistik

Das nächste Spiel: Ravensburg Towerstars – Lausitzer Füchse am Donnerstag um 18.30 Uhr.