Eine Sekunde ist eine Sekunde ist eine Sekunde. Was in einer einzigen Sekunde alles passieren kann, bewies Hunter Garlent beim Sieg der Lausitzer Füchse gegen die Kassel Huskies am Freitag. Buchstäblich in allerletzter Sekunde der Verlängerung erzielte Garlent den Siegtreffer zum 4:3-Sieg für Weißwasser.
Wie wichtig der 27 Jahre alte Kanadier für die Lausitzer Füchse auf dem Weg zum Klassenerhalt in der DEL2 ist, zeigte sich nicht nur in diesem Spiel. Mit elf Toren und 14 Vorlagen trägt Hunter Garlent als Topscorer des Teams den Goldhelm. Passend dazu macht neuerdings in Weißwasser das Gerücht die Runde, dass Garlent angeblich vor der Vertragsverlängerung im Fuchsbau steht. Stimmt dieses Gerücht? Die Antwort auf diese Frage ist nicht ganz einfach.

Liebeserklärung an Eishockey-Standort Weißwasser

In jedem Fall gab der Stürmer am Rande des Spiels gegen Kassel eine Art Liebeserklärung an den Eishockey-Standort Weißwasser ab. „Ich liebe Weißwasser. Es ist eine schöne, kleine Stadt, sehr familiär. Und wir haben eine große Unterstützung durch die Fans. Es macht mir viel Spaß, hier zu spielen“, erklärte Garlent am Mikrofon von Sprade-TV. Deshalb habe er vor der Saison seinen Vertrag verlängert.
Für Hunter Garlent ist es die zweite Spielzeit in Weißwasser – und er ist wertvoller denn je. Während Garlent in der vergangenen Saison gemeinsam mit seinem kanadischen Landesmann Peter Quenneville ein kongeniales Duo bildete, muss er nach dem Abschied von Quenneville nun noch mehr Verantwortung übernehmen.
Am besten harmoniert Garlent derzeit mit dem Finnen Roope Mäkitalo. Wenn die Lausitzer Füchse gefährlich vor dem Tor des Gegners aufkreuzen, dann hat meistens dieses spielstarke Duo seine Schläger auf dem Eis. Beide Stürmen führen inzwischen mit einem gewissen Abstand die teaminterne Scorerliste an.
Die Verantwortlichen im Fuchsbau wissen natürlich um den Stellenwert von Hunter Garlent für die Mannschaft. „Die Kombination mit Roope passt. Beide haben sich gesucht und gefunden. Vom Tempo und von den schlittschuhläuferischen Qualitäten passen sie gut zusammen“, erklärt Geschäftsführer Dirk Rohrbach und ergänzt: „Egal, wer an der Seite dieses Duo spielt – diese Spieler blühen dann auf.“
Entsprechend konkret sind schon jetzt die Überlegungen, Hunter Garlent über die Saison hinaus an die Lausitzer Füchse zu binden. Eine Vertragsverlängerung des Topscorers – eventuell noch als vorzeitiges Weihnachtsgeschenk für die Fans in Weißwasser – ist laut Rohrbach jedoch nicht in Sicht.

Das sagt Geschäftsführer Rohrbach

Es gibt nach Angaben des Geschäftsführers jedoch trotzdem eine gute Nachricht in dieser wichtigen Personalie. „Wir haben uns bei der Vertragsunterzeichnung natürlich gemeinsam schon Gedanken gemacht, wie eine weitere Zusammenarbeit aussehen könnte. Ich denke, dass im Februar eine finale Entscheidung fallen wird. Wir haben natürlich das positive Feedback von Hunter mitbekommen. Er fühlt sich sehr wohl in Weißwasser.“
Und so sieht die Vertragslage im Kader der Lausitzer Füchse aus: Kapitän Clarke Breitkreuz, Steve Hanusch und Toni Ritter hatten 2021 jeweils Dreijahres-Verträge unterschrieben. Ihr Kontrakte gelten also auch noch für die Saison 2023/24. Sebastian Zauner hat vor dieser Saison einen Zweijahres-Vertrag unterschrieben. Alle anderen Verträge laufen nach dieser Saison aus – auch der von Roope Mäkitalo.