Die Spieler drehten eine Ehrenrunde nach der anderen, die Fans der Lausitzer Füchse feierten noch lange nach der Schlusssirene ihr Team. „Derbysieger, Derbysieger, hey, hey“, schallte es durch die Eisarena in Weißwasser.
Mit dem 5:3 gegen die Eislöwen Dresden gelang den Lausitzer Füchsen der dritte Sieg im vierten Sachsenderby in dieser DEL2-Saison. Sie sind also auf dem Weg zum Sachsenmeister – auch wenn dieser Titel natürlich nur inoffiziell ist.
„Es ist immer schön, ein Derby zu gewinnen. Für das Umfeld und für die Fans ist das sehr wichtig. Aber auch für diesen Sieg gibt es nur drei Punkte“, erklärte Füchse-Coach Petteri Väkiparta.

Verdienter Sieg der Lausitzer Füchse

Es war bereits der zweite Derbysieg in dieser Saison gegen Dresden. Dabei erlebten die Zuschauer im Fuchsbau am Freitagabend ein Spiel auf Augenhöhe. Die Gastgeber gingen am Ende als Sieger vom Eis, weil sie sich auch von einem zweimaligen Rückstand nicht aus der Ruhe bringen ließen. Vor allem im letzten Drittel waren die Füchse das zielstrebigere Team. Kapitän Clarke Breitkreuz in der 41. Minute und Lane Scheidl (44.) erzielten die beiden entscheidenden Treffer.
„Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft, wie wir gefightet haben und zurückgekommen sind. Dazu hat uns die großartige Atmosphäre zum Sieg getragen“, bedankte sich Breitkreuz bei den Anhängern. In der Tat sorgten beide Fanlager für fantastische Derby-Stimmung. Aber auch hier waren die Füchse im Vorteil – sie hatten schließlich Heimspiel. 2886 Besucher bedeuteten die bisher größte Kulisse in dieser Saison.
Ein weiterer Grund für den Weißwasseraner Erfolg: Die Mannschaft stemmte sich mit viel Leidenschaft den laufstarken Gästen entgegen. Selbst Topscorer Hunter Garlent war sich nicht zu schade, immer wieder hart in die defensiven Zweikämpfe zu gehen. „Dresden ist eine der schnellsten Mannschaften in der Liga. Sie haben uns sehr viel abverlangt“, lobte Väkiparta.

Lausitzer Füchse klettern in der Tabelle

In der Tabelle machten die Lausitzer Füchse mit dem dritten Sieg in Serie einen großen Sprung nach oben. Nach 21 Spieltagen liegt Weißwasser auf Rang sieben und hat jetzt selbst die Playoffs wieder in Sichtweite.
Überschattet wurde das Derby durch einen medizinischen Notfall. Im letzten Drittel flog ein geblockter langer Pass in den Zuschauerbereich. Der Puck traf einen Fan nach Vereinsangaben „schwer am Kopf“. Der Fan musste sofort ins Krankenhaus gebracht werden. Füchse-Trainer Petteri Väkiparta: „Das ist eine unglückliche Sache. Wir wünschen dem Fan gute Besserung.“