Langer Abend und lange Gesichter im Fuchsbau sowie ein ziemlich bedienter Trainer: Im DEL2-Heimspiel gegen die Wölfe Freiburg kassierten die Lausitzer Füchse eine verdiente 1:3-Niederlage. Es war für Spieler und Zuschauer ein langer Eishockey-Abend am Freitag in Weißwasser. Weil die Schiedsrichter im Stau standen, konnte die Partie erst mit eineinhalbstündiger Verspätung beginnen. Der Sieger stand deshalb erst kurz vor Mitternacht fest.
Im ersten Heimspiel der neuen DEL2-Saison hatte sich Weißwasser am vergangenen Wochenende gegen die Heilbronner Falken nach großem Kampf mit 4:3 durchgesetzt. Gegen Freiburg konnten die Gastgeber trotz eines Blitztores an diese Leistung nicht anknüpfen. „Wir hatten einen guten ersten Wechsel. Dann aber war vielleicht das richtige Verständnis, wie das Spiel weitergehen sollte, nicht da. Freiburg hatte viel Scheibenbesitz und wir haben zu sehr abgewartet“, sagte Trainer Petteri Väkiparta. Die Enttäuschung war auch Väkiparta deutlich anzumerken.

Torhüter Nikita Quapp verletzt

Aber das war nicht die einzige Hiobsbotschaft. Bereits einen Tag vor dem Spiel gegen Freiburg gab es den großen Torwart-Schock bei den Lausitzer Füchsen. Der als Nummer eins im Tor eingeplante Nikita Quapp (19) hat sich das Syndesmoseband gerissen und fällt „auf unbestimmte Zeit“ aus, teilte der Verein am Donnerstag mit. Der U20-Nationaltorhüter und Förderlizenzspieler von den Eisbären Berlin soll zeitnah operiert werden.
Normalerweise muss bei einer so schwerwiegenden Knöchelverletzung mit einer Pause von acht Wochen bis zu einem Vierteljahr gerechnet werden. Gegen Freiburg kam deshalb Kristian Hufsky (23) zu seinem Pflichtspieldebüt und bot insgesamt eine gute Leistung. Auf der Bank saß mit Marian Kapicak (21) ein weiterer Youngster. Nach Rundschau-Informationen wollen die Füchse definitiv einen neuen Torhüter verpflichten.
Rückkehrer Maximilian Adam gab gegen Freiburg seinen Saisoneinstand. Der Verteidiger hatte am ersten Punktspiel-Wochenende der DEL2 aufgrund einer Fingerverletzung gefehlt. Dagegen konnte Kapitän Clarke Breitkreuz aufgrund einer Erkältung diesmal nicht mitwirken.

Freiburg mit Ex-Weißwasseraner Coach

Nach dem verspäteten Beginn der Partie mussten die 2021 Zuschauer sofort hellwach sein. Denn nach zwei Minuten lag der Puck bereits zwei Mal im Netz. Hunter Garlent hatte Weißwasser nach 39 Sekunden in Führung geschossen. Der Ausgleich fiel jedoch postwendend.
Die Gäste aus dem Breisgau um den Ex-Weißwasseraner Robert Hoffmann als Cheftrainer hinter der Bande kamen mit der Empfehlung von zwei Siegen in den ersten beiden Saisonspielen in den Fuchsbau. Und dieses Selbstvertrauen merkte man Freiburg an. Der Puck lief deutlich besser als bei den Füchsen. Nach dem 1. Drittel lag Freiburg verdient mit 2:1 vorn und erhöhte in der 35. Minute auf 3:1.
Den Füchsen fehlte es diesmal an Kreativität, Durchschlagskraft und auch körperlicher Robustheit, um diesen Rückstand aufzuholen. Robert Hoffmann durfte sich dagegen über den dritten Sieg im dritten Spiel freuen. Sein Fazit: „Der Start war nicht optimal. Davon aber haben wir uns nicht beeindrucken lassen. Die Mannschaft hat ihr Gesicht gezeigt. Wir sind wahnsinnig stolz auf diese Leistung. Wir sind heute nur mit zwei Ausländern angetreten und hatte weitere Ausfälle wegen einer Grippewelle. Aber wie sich die anderen Spieler ins Zeug gelegt haben, war gut anzusehen.“
Lausitzer Füchse – Wölfe Freiburg 1:3 (1:2, 0:1, 0:0)
Tore: 1:0 Garlent (1.), 1:1 Feist (2.), 1:2 Billich (11.), 1:3 Immo (35.); Schiedsrichter: Bauer/Lajoie; Zuschauer: 2021; Strafminuten: 8/10.