Die Lausitzer Füchse können die gute Leistung vom Torfestival am Freitag nicht bestätigen und verlieren gegen die Löwen Frankfurt mit 1:6. Top-Scorer Kale Kerbashian, der mit vier Treffern den 7:3-Sieg gegen Bad Nauheim am Freitagabend beinahe im Alleingang fix machte, blieb im Spiel gegen Frankfurt torlos.
Indes ist der Bad Nauheimer Noureddine Bettahar, der am Freitag in der 39. Minute wegen eines Stockstichs mit einer großen plus Spieldauerdisziplinarstrafe belegt wurde, vom Disziplinarausschuss mit einer Sperre von zwei Spielen und einer Geldstrafe belegt worden.

Brad Ross musste frühzeitig das Spielfeld verlassen

Bereits nach drei Minuten kam der erste Schockmoment für die Füchse am Sonntagabend. Kapitän Brad Ross lag vor Schmerzen gekrümmt auf dem Eis und musste von Betreuern humpelnd vom Spielfeld und direkt in die Kabine getragen werden.
In der Folge wurden die Füchse immer wieder ins Verteidigungsdrittel zurückgedrängt. Der freistehende Löwe Kyle Wood vergab in der 7. Minute die Chance zur Führung für die Gastgeber. Auf der anderen Seite vergab auch Tomas Andres eine Großchance. Völlig frei stand er vor dem Kasten von Torhüter Bastian Kucis und kriegte den Puck nicht über die Linie (8.). Auch gegen Kale Kerbashian und Lars Reuß behielt der Frankfurter Goalie die Übersicht. Auszeichnen konnte sich allerdings auch Mac Carruth im Tor der Lausitzer Füchse gegen Stephen MacAulay (12.).

Löwen Frankfurt gingen deutlich in Führung

Das 1:0 für die Löwen Frankfurt fiel in einer Überzahl-Situation. Tomas Andres saß eine Zeitstrafe ab und musste dabei zusehen, wie die Löwen beim dritten Distanzschuss erfolgreich sind. Kyle Wood brachte die Gastgeber in Führung (15.). Glück für die Füchse, denn nur wenige Minuten später vergab MacAuley die Chance zum 2:0 (17.), weil ihm der Puck vorm leeren Tor verspringt.
Das zweite Drittel startete mit guten Nachrichten: Brad Ross konnte wieder aufs Eis zurückkehren. Doch auch er konnte nichts gegen Luis Schinko ausrichten, als dieser sich hinterm eigenen Tor den Puck schnappte und in einer Glanzparade das ganze Feld überquerte, ohne aufgehalten zu werden und schließlich zum 2:0 einnetzte (26.). Nur fünf Minuten später konnte sich auch Sebastian Collberg beinahe ohne Gegenwehr durch die Verteidigung durchkämpfen und mit einem Schuss unter die Latte das 3:0 klar machen (31.).

Risiko-Aktion sorgte für Vorentscheidung

Füchse-Trainer Corey Neilson setzte zu Beginn des letzten Drittels abermals alles auf eine Karte, als er zum zweiten Mal Mac Carruth in einer Überzahlsituation aus dem Tor nahm. Doch diesmal ging der Versuch, den Anschlusstreffer zu erzwingen, nach hinten los: Manuel Strodel traf mit seinem Klärungsversuch aus dem eigenen Drittel das leere Tor zum 4:0 (46.). In der 53. Minute macht Darren Mieszkowski dann das 5:0.
Es brauchte eine doppelte Überzahl, damit die Füchse an diesem Abend zu ihrem Ehrentreffer kommen konnten. Nick Ross verwandelte in der 54. zum 1:5. Nur drei Minuten später konnte Mac Carruth einen verdeckten Schuss aus der Distanz nicht festhalten. Der Rebound landete vor den Füßen von Stephen MacAuley, der freistehend zum 6:1 einnetzte (57.).
Während die Lausitzer Füchse bereits am Dienstagabend im Derby auf die Eispiraten Crimmitschau treffen, steht auch für die Löwen Frankfurt ein straffer Spielplan an. Erst 18 Spiele konnten die Hessen bestreiten – so wenig, wie keine andere Mannschaft in der DEL 2. Um das aufzuholen, muss das Team teilweise alle zwei Tage wieder ran.

Das sagen die Trainer zum Spiel

Corey Neilson (Trainer Lausitzer Füchse): „Wir haben im Laufe des Spiels viele gute Dinge gemacht und vor allem Offensiv gut gearbeitet. Der Unterschied waren heute die Special Teams. Das Powerplay der Löwen ist richtig gut. In Unterzahl haben wir heute viele junge Spieler eingesetzt, was man auch gesehen hat. Vor allem Dietz hat gefehlt, der ein guter Unterzahl-Spieler ist und heute definitiv geholfen hätte. Auch unser Powerplay war heute nicht gut. Aber Frankfurt ist auch ein sehr starkes Team. Wir haben alles versucht, auch nachdem wir Ross verloren haben.“
Franz-David Fritzmeier (Trainer Löwen Frankfurt): „Großes Lob an meine Mannschaft. Heute haben wir uns belohnt, in dem wir unsere Chancen größtenteils auch genutzt und ein paar schöne Tore gemacht haben. Die Basis war aber, dass wir heute gut verteidigt haben. Auch Bastian Kucis war in den entscheidenden Situationen sehr gut. Die ganze Mannschaft hat heute einen sehr guten Job gemacht.“
Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse 6:1 (1:0, 2:0, 3:1)
Tore: 1:0 Wood (15.), 2:0 Schinko (26.), 3:0 Collberg (31.), 4:0 Strodel (46.), 5:0 Mieszkowsk (53.), 5:1 N. Ross (54.), 6:1 MacAuley (57.); Schiedsrichter: Janssen/Naust; Zuschauer: keine; Strafminuten: 16/14
Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – Eispiraten Crimmitschau (Dienstag, 19.30 Uhr)