Ganz so eng wie aktuell in der Tabelle der DEL2 wird es im Kader der Lausitzer Füchse zwar nicht zugehen. Dennoch hat man in Weißwasser sehnsüchtig auf die Rückkehr der U20-Nationalspieler von der Weltmeisterschaft in Kanada gewartet.
Denn vor dem wichtigen Heimspiel gegen die Wölfe Selb am Freitag um 19.30 Uhr gibt es weiterhin Personalsorgen im Fuchsbau aufgrund von Verletzungen. Am Sonntag steht für Weißwasser dann das nächste Sachsenderby bei den Eislöwen Dresden auf dem Programm (17 Uhr). Die Lausitzer Füchse liegen derzeit auf Tabellenplatz 10 und kämpfen um den vorzeitigen Klassenerhalt in der DEL2.

Lausitzer Füchse gegen Selb

Dabei geht es im Mittelfeld der Tabelle so eng zu wie schon lange nicht mehr. Zwischen Platz 7 und 13 liegen gerade einmal sieben Punkte. „Es gibt in jedem Spiel drei Punkte zu holen. Deshalb müssen wir uns auf jedes einzelne Spiel konzentrieren“, sagt Füchse-Trainer Petteri Väkiparta. Aus seiner Sicht sei es jedoch „zu früh, um auf die Tabelle zu schauen“.
Für das Heimspiel gegen Selb und damit einem direkten Mitkonkurrenten um die Pre-Playoffs können die Lausitzer Füchse nun wieder auf personelle Verstärkung durch die U20-Nationalspieler bauen. Sie sind am Mittwoch nach Deutschland zurückgekehrt. Neben Torhüter Nikita Quapp waren mit den Verteidigern Rayan Bettahar und Julian Wäser sowie den Stürmern Bennet Roßmy und Eric Hördler insgesamt fünf Spieler aus der Nachwuchsschmiede der Eisbären Berlin bei den Titelkämpfen in Kanada im Einsatz. Sie kommen teilweise auch in der DEL2 bei den Lausitzer Füchsen zum Einsatz. In jedem Fall verstärken sie aber den Berliner Kader in der Breite, sodass der Kooperationspartner aus der Hauptstadt dann wiederum Spieler nach Weißwasser abgeben kann.
Am Rande des DEL-Heimspiels der Eisbären Berlin gegen die Kölner Haie am Mittwochabend (3:2) haben Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach und Cheftrainer Petteri Väkiparta den personellen Kurs für die nächsten Wochen besprochen. Torhüter Nikita Quapp wird auch nach der Weltmeisterschaft weiter in Weißwasser spielen. Zudem stürmt Eric Hördler an diesem Wochenende im Füchse-Trikot. Julian Wäser fällt dagegen wegen einer Erkältung aus. Und es gibt noch eine weitere Hiobsbotschaft aus dem Fuchsbau: Jan Bednar hat sich beim Vormittagstraining am Donnerstag wahrscheinlich schwer verletzt.

Forderung von Geschäftsführer Rohrbach

Zuletzt lebte das Weißwasseraner Spiel von der Topreihe mit Kapitän Clarke Breitkreuz, Hunter Garlent und Roope Mäkitalo. Beim 4:3-Sieg nach Verlängerung gegen die Eispiraten Crimmitschau war das Trio an allen vier Treffer beteiligt. Allerdings muss diese Reihe aufgrund ihrer Ausnahmestellung auch überdurchschnittlich viele Eiszeiten absolvieren. „25 bis 30 Minuten Eiszeit pro Spiel sind auf Dauer nur schwer durchzuhalten. Ich wünsche mir, dass auch von der zweiten, dritten und vierten Reihe mehr Torgefahr kommt“, erklärt Geschäftsführer Dirk Rohrbach. „Wir müssen schon hinterfragen, warum bei diesen Reihen die Kontinuität in den Leistungen fehlt.“