Die Lausitzer Füchse gehen mit einem Schützenfest in die entscheidenden beiden Wochenenden im Kampf um die Pre-Playoffs in der DEL2. Mit einer starken Leistung kam Weißwasser am Freitagabend zu einem überraschend deutlichen 6:1-Sieg gegen den ESV Kaufbeuren.

Für die Gäste ist es bereits die sechste Niederlage in Folge. Sie liegen zwar nach wie vor auf Pre-Playoff-Kurs. Weißwasser und Kaufbeuren trennt jetzt allerdings nur noch ein einziger Punkt. Der vorzeitige Klassenerhalt ist für die Lausitzer Füchse also weiterhin in Reichweite. Kaufbeuren liegt auf Platz neun (68 Punkte), dahinter folgen Dresden (68) und Weißwasser (67).

„Wir haben endlich mal viele Tore geschossen. Das ist uns zuletzt nicht so oft gelungen. Das war eines der leichtesten Spiele für mich als Trainer. Ich habe heute nicht viel zu kritisieren“, erklärte Füchse-Coach Corey Neilson. „Ich bin absolut stolz auf meine Mannschaft.“

Kein Wunder, denn dieser Start der Füchse vor 2576 Zuschauern war allererster Klasse! Sie zeigten sich in diesem wichtigen Duell um Platz zehn von ihrer Schokoladenseite und spielten nicht nur wegen der vier Tore in den ersten 20 Minuten das beste Drittel in dieser Saison. Dabei hatte Kaufbeuren zunächst einige gute Chancen, wurde dann aber beinahe im Minutentakt überrollt. Clarke Breitkreuz (3. Minute), Jordan George (14.), Daniel  Schwamberger (16.) und Brad Ross (19.) trafen für die wie entfesselt stürmenden Gastgeber.

Für ESVK-Keeper Ilya Sharipov war der Arbeitstag nach 19 Minuten vorzeitig beendet. Dabei hatte der Neuzugang von den Wild Wings Schwenningen aus der DEL mit einigen Paraden sogar ­einen noch höheren Rückstand verhindert. Für Sharipov rückte Ersatzmann Jan Dalgic zwischen die Pfosten.

Erneut Clarke Breitkreuz (23.) und Darcy  Murphy (27.) erhöhten auf 6:0. Den Ehrentreffer der Gäste erzielte Jere Laaksonen (49.). Übrigens: Bei den Füchsen hatte mit Mike Hammond diesmal der Topscorer eine bittere Pille zu schlucken. Ausgerechnet an seinem 30. Geburtstag musste der britische Nationalspieler erstmals in dieser Saison als überzähliger Ausländer auf die Tribüne.

Hammond hat bislang 15 Tore und 47 Vorlagen auf seinem Konto. ­Allerdings spielte er zuletzt längst nicht mehr so wirkungsvoll wie am Anfang der Saison. Nach dieser Gala-Vorstellung des Teams wird sich der Topscorer nun wohl erst einmal mit dieser ungeliebten Reservisten-Rolle begnügen müssen. „Hammond draußen zu lassen, war eine ganz schwere Entscheidung“, räumt Trainer Neilson ein.

Am Sonntag reisen die Füchse zu den Heilbronner Falken (Beginn um 18.30 Uhr). Danach stehen zum Abschluss der Haupt­runde noch die brisanten Kellerduelle bei den Eispiraten Crimmitschau sowie gegen den EV Landshut mit dem Ex-Weißwasseraner Ralf Hantschke als Geschäftsführer auf dem Programm.

Eishockey Lausitzer Füchse – ESV Kaufbeuren

Lausitzer Füchse – ESV Kaufbeuren 6:1 (4:0, 2:0; 0:1)

Tore: 1:0 Breitkreuz (3.), 2:0 George (14.), 3:0 Schwamberger (16.), 4:0 Ross (19.), 5:0 Breitkreuz (23.), 6:0 Murphy (27.), 6:1 Laaksonen (49.); Schiedsrichter: Schmidt/Hertrich; Zuschauer: 2576; Strafminuten: 10/12.

Komplette Statistik

Das nächste Spiel: Heilbronner Falken – Lausitzer Füchse am Sonntag um 18.30 Uhr.