Die Lausitzer Füchse aus Weißwasser waren schon auf der Verliererstraße. Doch dann steigerten sie sich im Duell mit den Löwen Frankfurt ganz gewaltig und brachten den Tabellenzweiten der DEL2 in Bedrängnis. Der Favorit aus Hessen setzte sich am Montagabend vor 912 Zuschauern im Fuchsbau letztlich mit 2:4 durch. Die Gastgeber zeigten eine tolle Moral, liegen aber weiter auf Playdown-Rang 12.
Für die Lausitzer Füchse war es das dritte Spiel innerhalb von vier Tagen. Am Freitag jubelte Weißwasser über den überraschend deutlichen 7:1-Sieg gegen den ESV Kaufbeuren. Am Sonntag gab es eine knappe 1:2-Niederlage bei den Eispiraten Crimmitschau.

Kleiner Kader der Lausitzer Füchse

Der Kader der Lausitzer Füchse ist wegen der Corona-bedingten Ausfälle sowie Verletzungen weiterhin klein. Hinter der Bande stand gegen Frankfurt erneut Torwartcoach Sakari Lindfors. An seiner Seite halfen die verletzten Profis Clarke Breitkreuz und Jens Baxmann als Co-Trainer aus.
Die Gäste aus Frankfurt hatten am Sonntag das DEL2-Spitzenspiel bei Tabellenführer Eislöwen Dresden mit 3:2 gewonnen. Und dieses Selbstvertrauen brachte Frankfurt auch im Fuchsbau sofort auf das Eis. Die Hessen machten mit ihren vier Reihen von der ersten Minute an viel Druck. Bereits in der 5. Minute traf Marius Erk zur Gäste-Führung. Als sich Weißwasser zumindest phasenweise etwas befreien konnte, erzielte Darren Mieszlowski das 2:0 (16.). Ex-Fuchs Rylan Schwartz erhöhte ebenfalls noch im 1. Drittel auf 3:0 (18.).

Lausitzer Füchse steigern sich

Spiel entschieden, der Favorit auf der Siegerstraße? Von wegen! Statt in ein Debakel zu rutschen, kämpften sich die Gastgeber zurück in diese Partie. Tim Detig (30.) und Peter Quenneville (35.) verkürzten im 2. Drittel auf 2:3. 
„Im 1. Drittel haben wir gar nicht stattgefunden. Ins 2. Drittel sind wir deutlich besser reingekommen. So müssen wir weitermachen“, sagte Philip Kuschel im Pausen-Interview bei Sprade-TV. Am Sonntag in Crimmitschau hatte der Verteidiger sein 200. DEL2-Spiel absolviert – alle für die Lausitzer Füchse.
Und Weißwasser machte weiter. Frankfurt hatte zwar mehr Spielanteile, aber die Füchse waren jetzt nah dran am Ausgleich. In der 56. Minute traf Hunter Garlent nur den Außenpfosten. Stattdessen schob Adam Mitchell auf der anderen Seite den Puck zum 4:2-Endstand (60.) ins leere Tor.
Am Donnerstag geht es für die Lausitzer Füchse mit dem Heimspiel gegen den EV Landshut weiter (19.30 Uhr).

Die Reaktionen zum Spiel

Bohuslav Subr (Trainer Löwen Frankfurt): „Wir sind glücklich über diese drei Punkte. Das 1. Drittel war gut, im 2. Drittel waren wir etwas nachlässig. Da ist Weißwasser besser ins Spiel gekommen. Aber insgesamt hat meine Mannschaft hart gearbeitet.“
Clarke Breitkreuz (Lausitzer Füchse): „Der Start war nicht gut. Es ist im Moment nicht einfach. Wir haben nur 15 Spieler zur Verfügung. Aber die Mannschaft hat wieder Charakter gezeigt. Auch die jungen Spieler von den Eisbären Berlin haben bewiesen, dass sie in die DEL2 gehören. Wir haben immer weiter Druck gemacht. Ich bin sehr stolz auf die Mannschaft.“
Lausitzer Füchse – Löwen Frankfurt 2:4 (0:3, 2:0, 0:1)
Tore: 0:1 Erk (5.), 0:2 Mieszkowski (16.), 0:3 Schwartz (18.), 1:3 Detig (30.), 2:3 Quenneville (35.), 2:4 Mitchell (60.); Schiedsrichter: Becker/Steingroß; Zuschauer: 912; Strafminuten: 4/4.
Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – EV Landshut (Donnerstag, 19.30 Uhr).