Statt des erhofften Sieges im Kampf um die Pre-Playoffs in der DEL2 gab es am Donnerstagabend lange Gesichter bei den Lausitzer Füchsen. Denn Weißwasser kassierte gegen den EV Landshut eine schmerzhafte 2:4-Heimniederlage. Die Gastgeber gingen dabei zwei Mal in Führung. Aber im letzten Drittel besiegten sie sich selbst – ein folgenschwerer Fehler brachte Landshut auf die Siegerstraße. Für Weißwasser ist es die dritte Niederlage in Folge.

Zwei-Tages-Rhythmus für Weißwasser

Nach zwei spielfreien Tagen war die Partie gegen Landshut für die Lausitzer Füchse der Auftakt in den überaus anstrengenden Schlussspurt der Hauptrunde. Bis zum 7. März wird jetzt im Zwei-Tages-Rhythmus gespielt. Erschwerend kommt hinzu, dass der Kader aufgrund mehrerer Corona-Infektionen weiterhin klein ist. Auch Cheftrainer Petteri Väkiparta befindet sich immer noch in Quarantäne. Insgesamt zehn Profis fehlen derzeit aufgrund von Corona sowie Verletzungen. Co-Trainer André Mücke konnte dagegen in die Eishalle zurückkehren.
„Im Moment ist das unter sportlichen Gesichtspunkten sehr schwierig. Es geht vor allem darum: Wer kann am besten mit der Pandemie umgehen“, sagte Coach Petteri Väkiparta in dieser Woche.
Die Gastgeber kamen vor 1002 Zuschauern gut rein in dieses Heimspiel. Bereits nach fünf Minuten traf Roope Mäkitalo zur 1:0-Führung für die Lausitzer Füchse. Er profitierte dabei von der tollen Vorarbeit durch Hunter Garlent, der den Puck quer auf Mäkitalo legte.
Im 2. Drittel war dann Landshut das aktivere Team und kam durch den Überzahltreffer von Andreé Hult zum verdienten 1:1-Ausgleich (30.). Die Lausitzer Füchse wirkten nicht mehr so frisch wie in der Startphase der Partie. Die kleinen Fehler im Weißwasseraner Spiel häuften sich nun. „Im 1. Drittel hatten wir mehr Chancen, daran müssen wir wieder anknüpfen“, erklärte Füchse-Verteidiger Jan Bednar nach 40 Minuten am Mikrofon von Sprade-TV.
Im Schlussdrittel legten beide Teams dann noch einmal an Tempo zu. In der 51. Minute erzielte Bennet Roßmy zunächst das 2:1, Landshut kam aber praktisch im Gegenzug zum erneuten Ausgleich. Torschütze war Yannik Valenti (51.). Zwischen beiden Toren lagen nur acht Sekunden.
Es war jetzt ein offener Schlagabtausch – in dem Weißwasser aber den entscheidenden Fehler machte. Eric Valentin unterlief vor dem eigenen Tor ein folgenschwerer Fehlpass. Marco Pfleger stand völlig frei und erzielte das 3:2 (58.). Für den 4:2-Endstand war dann erneut Yannik Valenti (60.) zuständig.
„Wir finden immer einen Weg zu verlieren. Das ist frustrierend. Dabei haben wir gut gespielt. Man kann den Jungs keinen Vorwurf machen. Sie hauen sich rein“, sagte Co-Trainer André Mücke.

Absage für Lausitzer Füchse

Der auch von den Lausitzer Füchsen umworbene Nick Latta (bisher Blue Devils Weiden) wechselt zu den Ravensburg Towerstars. Nick Latta hat sieben Jahre in der DEL gespielt. Er und Füchse-Coach Väkiparta kennen sich aus der gemeinsamen Zeit bei den Grizzlys Wolfsburg.
Lausitzer Füchse – EV Landshut 2:4 (1:0, 0:1, 1:3)
Tore: 1:0 Mäkitalo (5.), 1:1 Hult (30.), 2:1 Roßmy (51.), 2:2 Valenti (51.), 2:3 Pfleger (58.), 2:4 Valenti (60.); Schiedsrichter: Sicorschi/Steinecke; Zuschauer: 1002;  Strafminuten: 4/4.
Das nächste Spiel: Bayreuth Tigers – Lausitzer Füchse (Samstag, 20.30 Uhr).