Die Lausitzer Füchse haben das Wochenende mit fünf Punkten beendet und mit den Tölzer Löwen einem direkten Konkurrenten im Kampf um die Playoff-Plätze in der 2. Deutschen Eishockey Liga (DEL2) wichtige Zähler abgenommen. Dem 6:3-Feuerwerk am Freitag folgte auswärts am Sonntagabend ein 3:2-Arbeitssieg im Penaltyschießen. Bis auf zwei Punkte ist Weißwasser nun herangerückt an den Tabellensiebten, der die sechste Niederlage in Serie aufarbeiten muss. Platz sechs, und damit der erste direkte Playoff-Rang, ist noch einen weiteren Zähler entfernt.

Die Mannschaft von Trainer Corey Neilson besiegte die Tölzer Löwen gewissermaßen mit ihren eigenen Waffen. Denn ausgerechnet beim besten Powerplay-Team der Liga schlugen die Füchse zweimal in Überzahl zu. Darüber hinaus stellten die Sachsen auch mit ihren anderen Special Teams ihre Stärken heraus und ließen im Unterzahlspiel nur einen Treffer zu. Im Penalty Killing haben die Lausitzer Füchse aktuell die zweitbeste Quote der gesamten DEL2 mit 83,2 Prozent.

Die größte Stärke der Füchse trug an diesem Abend aber einen anderen Namen: Mac Carruth. Der Goalie brachte die Oberbayern an den Rande des Wahnsinns mit seinen unzähligen Saves, von denen einer schöner war als der andere. Auch Löwen-Coach Kevin Gaudet kam deshalb zu keiner anderen Analyse als: „Dieses Spiel muss gewonnen werden. Aber Carruth war hervorragend.“

Besonders spektakulär war seine Parade in der 29. Minute mit der nach der tschechischen Torwart-Legende Dominik Hasek benannten „Hasek-Rolle“, als er auf dem Rücken liegend schon geschlagen schien, den Schuss aber trotzdem noch entschärfte. Würde die RUNDSCHAU auch bei den Spielen der Lausitzer Füchse Noten vergeben, hätte sich Mac Carruth in Bad Tölz eine 1 mit Sternchen verdient.

Füchse-Coach Corey Neilson konnte sich so seit Langem mal wieder über ein Wochenende mit mehr als drei Punkten freuen: „Unsere Topspieler waren großartig. Das war ein großer Sieg.“

Freitag: Lausitzer Füchse – Tölzer Löwen
6:3 (1:0, 3:2, 2:1)

Tore: 1:0 Farmer (7.), 1:1 Weller (22.), 2:1 George (22.), 2:2 French (24.), 3:2 Murphy (30.), 4:2 Keussen (35.), 4:3 Weller (43.), 5:3 Hammond (45.), 6:3 George (52.); Schiedsrichter: Falten/Westhaus; Zuschauer: 2093; Strafminuten: 12 + 10 (Breitkreuz) + 10 (Boiarchinov) / 16 + 10 (Eberhardt).

Sonntag: Tölzer Löwen – Lausitzer Füchse
2:3 n.P. (0:1, 1:0, 1:1 / 0:1)

Tore: 0:1 Keussen (18./PP), 1:1 Weller (22.), 1:2 Breitkreuz (42./PP), 2:2 Weller (52./PP), 2.3 Hammond (Pen.); Schiedsrichter: Altmann/Singer; Zuschauer: 1689; Strafminuten: 14 / 18.

Nächstes Spiel: Lausitzer Füchse – Kassel Huskies am Freitag (19.30 Uhr).