Es war ein ungewöhnlich langer Eishockey-Abend in Weißwasser. Weil die Schiedsrichter im Stau standen, konnte die Partie zwischen den Lausitzer Füchsen und den Wölfen Freiburg am Freitagabend erst mit eineinhalb Stunden Verspätung beginnen. Der Sieger stand deshalb erst gegen 23.30 Uhr fest. Freiburg setzte sich in diesem Mitternachtsspiel der DEL2 gegen die Lausitzer Füchse mit 3:1 durch.
Klar, es war unter dem Strich ein verdienter Sieg der Gäste aus dem Breisgau mit dem Ex-Weißwasseraner Robert Hoffmann als Cheftrainer hinter der Bande. Neben der besseren Taktik hatte Freiburg offenbar auch das bessere Rezept für die lange Wartezeit vor dem Spiel. Denn: Es gab Pizza in der Kabine. Vor dem Spiel wohlgemerkt! Sozusagen eine Vor-dem-Spiel-Pizza.
Normalerweise fährt der Pizza-Bote immer erst nach dem Spiel an der Eisarena in Weißwasser vor und versorgt die Gäste-Mannschaften kurz vor der Abreise in Richtung Heimat noch mit Pizza und Pasta. Nach so einem anstrengenden Eishockey-Spiel ist der Hunger naturgemäß groß.
Die Wölfe aus Freiburg langten diesmal jedoch schon vor dem Spiel kräftig zu. „Jeder hat zwei Stück Pizza gegessen, damit keiner einen Hungerast bekommt“, berichtet Robert Hoffmann in der Fachzeitung „Eishockey-News“. Sportgerechte Ernährung? Egal. Mit den zusätzlichen Kohlenhydrat-Reserven in der Montur hatten die Gäste jedenfalls so richtig Appetit auf die drei Punkte und waren nicht zu stoppen. Lecker Auswärtssieg sozusagen.
Übrigens: Was es in der Kabine der Lausitzer Füchse in der Zeit beim Warten auf die Schiris zu essen gab, ist nicht überliefert. Aber vielleicht greift man ja auch in Weißwasser künftig mal zur Vor-dem-Spiel-Pizza? In den ersten vier Saisonspielen war zwar nicht alles Käse auf dem Eis. Allerdings gab es erst einen einzigen Sieg. So rund wie eine Pizza sieht das Spiel der Lausitzer Füchse also noch nicht aus.