Mit letzter Kraft kämpfen die Lausitzer Füchse um das letzte Ziel in der Hauptrunde der DEL2. Nachdem Weißwasser die Pre-Playoffs auch rechnerisch nicht mehr erreichen kann, geht es jetzt um das Heimrecht in den Playdowns um den Klassenerhalt. Am Sonntagabend gab es mit dem 3:6 im Heimspiel gegen die Heilbronner Falken die nächste Niederlage. Dabei standen Trainer Petteri Väkiparta nur noch elf Feldspieler zur Verfügung.
„Unser Start war nicht gut. Wir haben nicht genug Zweikämpfe gewonnen. Aber wir haben uns zurückgekämpft. Mit dem Zwei-Tore-Rückstand im letzten Drittel war es dann jedoch vorbei“, sagte Füchse-Coach Väkiparta. „Dennoch bin ich wieder sehr stolz auf die Mannschaft. Sie hat alles gegeben. Die Stimmung ist positiv.“
Die Lausitzer Füchse gingen vor 1187 Zuschauern mit dem buchstäblich letzten Aufgebot in das vorletzte Heimspiel der Hauptrunde. Denn die Hiobsbotschaften reißen einfach nicht ab. Mit Philip Kuschel verletzte sich am Freitag bei der 3:5-Niederlage in Kassel ein weiterer Spieler. „Eine Untersuchung ergab, dass der Defensivspieler für mindestens vier Wochen ausfallen wird. Das bedeutet das voraussichtliche Saisonende für den Verteidiger“, teilten die Lausitzer Füchse mit.

Auch Hunter Garlent verletzt

Bereits vorher standen Torhüter Leon Hungerecker, Jens Baxmann, Clarke Breitkreuz und Korbinian Geibel auf der Verletztenliste. Dazu kommen noch insgesamt sechs Spieler, die wegen einer Corona-Infektion ausfallen. Wann sie wieder in das Team zurückkehren können, ist nach Vereinsangaben „absolut ungewiss“.
Im Heimspiel gegen Heilbronn wurde genau wie zwei Tage zuvor in Kassel mit Hunter Garlent der zweitbeste Scorer im Team wegen einer Oberkörperverletzung geschont. Immerhin gaben Bennet Roßmy und Steve Hanusch ihr Comeback nach überstandener Corona-Zwangspause. Dennoch wird hinter den Kulissen weiter an einer Verstärkung gearbeitet. Geschäftsführer Dirk Rohrbach hatte gegenüber der Rundschau bestätigt, dass die Lausitzer Füchse noch einen ausländischen Verteidiger verpflichten wollen.
Die Heilbronner Falken reisten mit der beeindruckenden Bilanz von acht Siegen Folge nach Weißwasser und haben als Tabellensiebter noch Chancen auf den Einzug in die Playoff-Runde. Diesem Selbstbewusstsein der Gäste stellten die Lausitzer Füchse mit ihrem kleinen Kader erneut eine große Moral gegenüber. Drei Mal konnten sie die Gäste-Führung ausgleichen. Im letzten Drittel schnappte sich Heilbronn mit drei weiteren Treffern dann jedoch den insgesamt verdienten Auswärtssieg. 
Lausitzer Füchse – Heilbronner Falken 3:6 (2:3, 1:0, 0:3)
Tore: 0:1 Williams (3.), 1:1 Stöber (11.), 1:2 Lautenschlager (15.), 2:2 Roßmy (17.), 2:3 Fabricius (18.), 3:3 Carson (37.), 3:4 Kirsch (44.), 3:5 Morrison (53.), 3:6 Blackwater (57.); Schiedsrichter: Becker/Naust; Zuschauer: 1187; Strafminuten: 2/8.
Das nächste Spiel: Heilbronner Falken – Lausitzer Füchse (Dienstag, 20 Uhr).