Trainer Petteri Väkiparta kommentiert die immer größer werden Verletzungssorgen bei den Lausitzer Füchsen mit Galgenhumor. „Vielleicht können wir mit Kleinbussen zum Spiel nach Krefeld fahren“, sagt Väkiparta mit Blick auf das letzte Spiel vor Weihnachten. Am Freitag spielt Weißwasser in der DEL2 bei den Krefeld Pinguinen (Beginn um 19.30 Uhr).
Zwei neue Verletzungen bildeten den Wermutstropfen beim 5:1-Heimsieg im Jubiläumsspiel der Lausitzer Füchse am Sonntag gegen die Heilbronner Falken. Bereits nach dem 2. Drittel war die Partie für Kristian Blumenschein und Eric Valentin zu Ende. Inmitten der Feierlichkeiten anlässlich des 90. Geburtstages des Eissports in Weißwasser gingen diese beiden Verletzungen ein wenig unter.

Lausitzer Füchse gegen Krefeld

Doch Väkiparta ahnt, dass der Kader für das Spiel in Krefeld womöglich noch ein Stück kleiner ausfallen könnte als er ohnehin schon ist. Also im Kleinbus nach Krefeld? „Wegen der Verletzungen mache ich mir schon Sorgen“, betont der Füchse-Coach. Zumal Weißwasser in der Tabelle mittlerweile auf Platz acht nach oben geklettert ist und den Abstand auf die Playdown-Ränge jetzt Stück für Stück vergrößern möchte.
Vor allem die Abwehr ist stark dezimiert. Nach dem Ausfall von Kristian Blumenschein musste Weißwasser das Heilbronn-Spiel mit nur noch drei gestandenen Verteidigern zu Ende bringen. Dazu kam der erst 18 Jahre alte Marlon Braun, der seinen Einstand bei den Profis gab. Steve Hanusch Sebastian Zauner sind verletzt. Julian Wäser bereitet sich mit der U20-Nationalmannschaft des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) auf die Weltmeisterschaft in Kanada vor.
Um die Personalnot zumindest ein wenig zu lindern, wurde neben Marlon Braun mit Norwin Panocha (17) noch ein weiterer Youngster von den Eisbären Juniors Berlin für die DEL2 lizenziert. In jedem Fall steht den verbliebenen Abwehrspielern in den nächsten Partien viel Arbeit bevor. „Auf Dauer mit nur drei Verteidigern plus den Juniors zu spielen, wird gerade jetzt am Jahresende schwierig“, räumt Geschäftsführer Dirk Rohrbach ein.
Denn die Weihnachtspause fällt im Eishockey traditionell sehr kurz aus. Besser gesagt – es gibt gar keine Pause. Nach dem Spiel am Freitagabend in Krefeld können die Spieler um Kapitän Clarke Breitkreuz zwar für 24 Stunden gemeinsam mit ihren Familien kurz innehalten. Einen Tag nach Heiligabend wird am Sonntagabend dann aber schon wieder trainiert. Denn bereits am Montag kommt der EHC Freiburg nach Weißwasser. Die weiteren Aufgaben bis Silvester: am Mittwoch in Landshut, am Freitag zu Hause gegen Bad Nauheim.
Zu allem Überfluss gibt es jetzt auch noch große Sorgen auf der Torwart-Position. Für das Spiel in Krefeld fallen mit Ville Kolppanen und Kristian Hufsky beide Torhüter verletzungsbedingt aus. Deshalb muss U23-Torhüter Marian Kapicak ran. Für Kapicak ist es die Premiere in der laufenden Saison. 2021/22 bestritt er nur ein einziges Spiel bei den Profis. Mit Stephan Steinke wurde kurzfristig noch ein weiterer Torhüter aus der U23 lizenziert.

Knackiger Start ins Jahr 2023

Auch der Start ins Jahr 2023 ist knackig. Allein in der ersten Januarwoche stehen drei Partien auf dem Programm. Bei den Lausitzer Füchsen hofft man natürlich, dass aus dem „Kleinbus-Team“ bis dahin wieder ein einigermaßen normaler Kader geworden ist.
Vor dem Duell mit DEL-Absteiger Krefeld Pinguine gibt es übrigens zumindest eine gute Personalnachricht aus dem Fuchsbau: Stürmer Roope Mäkitalo, der fast zwei Wochen lang von einem hartnäckigen Magen-Darm-Virus geplagt worden ist, kehrt in den Kader zurück. Weißwasser reist mit zwölf Stürmern und fünf Verteidigern nach Krefeld.