Die Lausitzer Füchse ließen es schon einen Tag vor Silvester richtig knallen und feierten gegen den EC Bad Nauheim einen Heimsieg mit vielen Toren – inklusive einer Zittereinlage am Ende des Spiels. Weißwasser setzte sich im Duell mit dem Tabellendritten der DEL2 am Freitagabend 6:4 durch. Die Mannschaft von Trainer Petteri Väkiparta liegt weiter auf einem Pre-Playoff-Platz. Allerdings geht es in der Tabelle sehr eng zu.
Der hart erkämpfte Dreier gegen Bad Nauheim kommt also genau zur richtigen Zeit. Zuvor hatte Weißwasser aus sechs Spielen nur einen Sieg geholt. Ebenfalls positiv: Drei der sechs Treffer fielen in Überzahl. Zuletzt war das Überzahlspiel nicht gerade die Stärke der Lausitzer Füchse. Nicht gefallen haben dürfte Väkiparta, dass es seine Spieler trotz des zwischenzeitlich sehr klaren Vorsprunges gegen Bad Nauheim noch einmal spannend machten.
Beide Teams gingen verletzungsgeplagt in diese Partie. Bei den Lausitzer Füchsen standen durch das Comeback von Toni Ritter immerhin wieder sechs Verteidiger zur Verfügung. Allerdings hatte Ritter nach seiner Verletzung gerade einmal eine Trainingseinheit absolvieren können. Dafür musste mit Stürmer Lane Scheidl ein Importspieler pausieren.
Bei den Gästen aus Bad Nauheim fehlte Kapitän Marc El-Sayed. Er hat sich am Mittwoch beim Spiel in Dresden einen Bruch des Unterarms zugezogen und muss nach Vereinsangaben jetzt rund zwei Monate zuschauen. Im Tor stand der erst 17 Jahre alte DEL2-Debütant Leon Willerscheidt.
Die 2952 Zuschauer im ausverkauften Fuchsbau sahen eine Partie mit ganz viel Tempo. Die Gastgeber nutzten im ersten Drittel eine der vielen Chancen zur 1:0-Führung durch Topscorer Hunter Garlent (9.).
Im zweiten Drittel wurde es dann turbulent und vor allem torreich. In diesem ausgeglichenen Spiel erhöhten die Füchse zwar durch Tim Detig auf 2:0 (23.). Aber Bad Nauheim nutzte einen schweren Abwehrfehler der Gastgeber zum 1:2-Anschlusstreffer durch Jerry Pollastrone (25.). Vorausgegangen war ein Puckverlust von Marco Baßler vor dem eigenen Tor. Kurz danach trafen Füchse-Kapitän Clarke Breitkreuz zum 3:1 (27.) und Hunter Garlent zum 4:1 (29.).
Die Gastgeber spielten jetzt eines der besten Drittel in dieser Saison. Als Bad Nauheim eine Fünf-Minuten-Strafe kassierte, legte Weißwasser die Tore Nummer fünf und sechs (36., 37. Minute) nach. Allerdings gab es viele Diskussionen um diese Strafe gegen den Bad Nauheimer Michael Bartuli, der Jan Bednar nach einem Laufduell unglücklich in die Bande befördert hatte.
Im letzten Drittel machten die Gäste die Partie mit drei Treffern allerdings noch einmal spannend. Am Ende retteten die Füchse in einer wahren Abwehrschlacht die wichtigen drei Punkte ins Ziel.
„Über weite Strecken war ich heute zufrieden. Auch in Überzahl haben wir wichtige Tore geschossen. Nur das letzte Drittel können wir gern streichen. Der Preis für Gegentore sollte höher sein. Das ist nicht akzeptabel“, erklärte Füchse-Coach Petteri Väkiparta.

Lausitzer Füchse gegen Crimmitschau

Die Pause über den Jahreswechsel fällt im Eishockey auch diesmal wieder kurz aus. Bereits am Dienstag geht es für die Lausitzer Füchse mit dem Heimspiel gegen die Eispiraten Crimmitschau weiter. Am Freitag gastieren dann die Wölfe Selb in Weißwasser (Beginn jeweils im 19.30 Uhr).
Lausitzer Füchse – EC Bad Nauheim 6:4 (1:0, 5:1, 0:3)
Tore: 1:0 Garlent (9.), 2:0 Detig (23.), 2:1 Pollastrone (25.), 3:1 Breitkreuz (27.), 4:1 Garlent (29.), 5:1 Breitkreuz (36.), 6:1 Garlent (37.), 6:2 Hickmott (44.), 6:3 Köhler (45.), 6:4 Vause (53.); Schiedsrichter: Apel/Becker; Zuschauer: 2952 (ausverkauft); Strafminuten: 2/7.
Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – Eispiraten Crimmitschau am Dienstag um 19.30 Uhr.