Die Lausitzer Füchse haben im Nachholspiel gegen den Tabellenvierten EHC Freiburg eine 3:4-Niederlage nach Penaltyschießen kassiert. In der Tabelle der DEL2 liegt Weißwasser weiter auf dem vorletzten Platz.
Für die Lausitzer Füchse war es der Auftakt eines echten Hammer-Programms. Denn Weißwasser bestreitet jetzt vier Spiele innerhalb von fünf Tagen. Bereits am Freitagabend gibt es das nächste Duell mit dem EHC Freiburg (19.30 Uhr). Am Sonntag und Montag folgt dann der Auswärtsspiel-Doppelpack bei den Heilbronner Falken und beim ESV Kaufbeuren.
Die DEL2 hatte den Spielplan noch einmal gestrafft, um auch alle Corona-bedingten Nachholspiele absolvieren zu können. Füchse-Stürmer Ludwig Nirschl betont: „Da müssen alle Teams durch. Wer sich zwischen den Spielen am schnellsten regeneriert, der wird am erfolgreichsten durch diese Zeit kommen.“ In der Rundschau hatte Nirschl genau erklärt, wie ein solcher 24-Stunden-Eishockey-Tag bei ihm abläuft.Trainer Chris Straube verzichtete am Donnerstagabend in Spiel eins gegen Freiburg überraschend auf Kale Kerbashian. Mit dem Kanadier musste ausgerechnet der Topscorer des Teams als überzähliger Ausländer zuschauen. Und das, obwohl mit Tobias Ancicka auch der Torhüter vom Kooperationspartner Eisbären Berlin im Kader stand.
Hintergrund für die überraschende Maßnahme ist nach Rundschau-Infomationen die schlechte Plus-Minus-Statistik von Kale Kerbashian. Diese Statistik spiegelt für einen Feldspieler die Differenz von Toren und Gegentoren wider, während er auf dem Eis stand. Straube hatte zuletzt die vielen individuellen Fehler seiner Mannschaft kritisiert. Diese Kritik ging offenbar auch an die Adresse von Kerbashian.
Kurios: Vor dem Spiel wurde der „Fuchs des Jahres 2020“ geehrt. Er trug aber das Trikot der Wölfe Freiburg. Der Ex-Weißwasseraner Jordan George durfte sich nach dem Votum der Fans über diese Ehrung freuen. „Ich hatte zwei tolle Jahre in Weißwasser. Die Wahl hat mich sehr gefreut, denn Weißwasser hat großartige Fans“, sagte Jordan George am Mikrofon von Sprade-TV.
Anders als in den Spielen zuvor erwischten die Lausitzer Füchse diesmal einen richtig guten Start. Für die 2:0-Führung im ersten Drittel sorgten zwei Youngster. Luis Rentsch (20 Jahre) traf nach starkem Pass von Brad Ross zum 1:0 (11.). Der erst 17-jährige Bennet Roßmy sorgte kurz danach mit einem frechen Solo für das 2:0 (12.). Ärgerlich aus Sicht der Gastgeber: 31 Sekunden vor der ersten Pausensirene kam Freiburg zum 1:2 durch Andreé Hult (20.).
Freiburg – das am Dienstag in Crimmitschau einen 0:3-Rückstand noch in einen 4:3-Sieg umgewandelt hatte – erhöhte im zweiten Drittel spürbar den Druck. Nach einem Fehler von Jonathon Martin im Spielaufbau kamen die Gäste durch einen Konter ziemlich einfach zum 2:2-Ausgleich (33.). In der ausgeglichenen Partie konnte sich kein Team absetzen. Das 3:2 durch Nick Walters (34.) beantwortete Freiburg mit dem erneuten Ausgleich durch Evan Mosey (39.), der in Überzahl erfolgreich war.
Obwohl sich beide Mannschaften einen offenen Schlagabtausch lieferten, fielen im dritten Drittel und auch in der Verlängerung keine Tore mehr. Im Penaltyschießen war lediglich Scott Allen erfolgreich und sicherte den Gästen aus Freiburg damit den Auswärtssieg.

Das sagen die Trainer

Peter Russell (Trainer Wölfe Freiburg): „Das war kein besonders gutes Spiel meiner Mannschaft. Weißwasser hat gut dagegengehalten. Die Verlängerung ist dann immer eine Art Glücksspiel. Wir sind froh über den Sieg.“
Chris Straube (Trainer Lausitzer Füchse): „Freiburg hat in Überzahl getroffen – wir nicht. Das macht in so engen Spielen den Unterschied aus. Wir hatten auch im letzten Drittel gute Chancen, das Spiel für uns zu entscheiden. Wir sind nicht zufrieden mit nur einem Punkt. Denn in der Tabelle wird es langsam eng. Kale Kerbashian hat nicht gespielt, weil wir ihm eine Pause geben wollten. Am Freitag wird er wieder spielen. “
Lausitzer Füchse – EHC Freiburg 3:4 n.P. (2:1, 1:2, 0:0/0:1)
Tore: 1:0 Rentsch (11.), 2:0 Roßmy (12.), 2:1 Hult (20.), 2:2 Hult (33.), 3:2 Walters (34.), 3:3 Mosey (39.), 3:4 Allen (65.); Schiedsrichter: Naust/Janssen; Zuschauer: keine; Strafminuten: 4/6.
Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – EHC Freiburg (Freitag, 19.30 Uhr).
Lausitzer Füchse – EHC Freiburg 3:4 n.P.

Bildergalerie Lausitzer Füchse – EHC Freiburg 3:4 n.P.