Die Lausitzer Füchse senden ein deutliches Lebenszeichen! Im Sachsenderby der DEL2 bei den Eispiraten Crimmitschau setzte sich Weißwasser am Montagabend mit 4:3 durch. Die Gäste zeigten sich dabei in deutlich besserer Verfassung als zwei Tage zuvor beim 5:9-Heimdebakel gegen den ESV Kaufbeuren.
Während für die Lausitzer Füchse die Saison in der DEL2 bereits gelaufen ist, kämpfen die Eispiraten Crimmitschau um den Einzug in das Playoff-Viertelfinale. Durch diese Heimniederlage rutschte Crimmitschau am langen Osterwochenende auf Tabellenplatz neun ab. Weißwasser kletterte auf Rang 12. Der Abstieg in der DEL2 ist wegen der Corona-Pandemie auch in diesem Jahr ausgesetzt.
Für das letzte DEL2-Sachsenderby in dieser Saison kehrte Mac Carruth wieder in das Tor der Lausitzer Füchse zurück. Am Samstag beim 5:9-Heimdebakel gegen den ESV Kaufbeuren bekam der schon seit Wochen angeschlagene Stammkeeper eine Verschnaufpause. Stattdessen stand der erst 20-jährige Eric Steffen zwischen den Pfosten. „Weil die Playoffs nun auch rechnerisch für uns nicht mehr möglich sind, haben wir uns entschieden, Mac Carruth eine Pause zu geben. Er hat eine Fußverletzung, mit der er bisher aber gespielt hat“, begründete Füchse-Trainer Chris Straube den Torwart-Wechsel. „Außerdem hatte Eric Steffen die Gelegenheit, mal von Anfang an im Tor zu stehen.“
Für den Youngster wurde das Starting-Six-Debüt allerdings zu einem bitteren Abend. Denn nach dem 1. Drittel lagen die Gäste schon mit 3:0 in Führung. „Für Eric Steffen war das heute keine leichte Aufgabe. Da hätte ich mir mehr Unterstützung gewünscht“, kritisierte Trainer Chris Straube.
Überraschend fehlte Kapitän Brad Ross am Montagabend in Crimmitschau. Der Spieler mit den meisten Strafminuten in der DEL2 musste gegen Kaufbeuren wegen einer Sperre pausieren. Für das Derby meldete sich Brad Ross dann krank. Auch die Verteidiger Ondrej Pozivil und Philip Kuschel waren nicht einsatzfähig.
Im leeren Sahnpark ging Crimmitschau durch einen knallharten Schuss von Carl Hudson in der 14. Minute mit 1:0 in Führung. Der nach einer Augenverletzung wieder genesene Verteidiger zog von der blauen Linie ab – Mac Carruth griff diesmal daneben. Zuvor hatte allerdings auch Weißwasser mehrmals die Chance, einen Treffer zu erzielen. Die Füchse scheiterten jedoch an Torhüter Ilya Andryukhov.
„Wir haben gut angefangen und viele Schüsse auf das Tor gebracht. Da müssen wir weitermachen und versuchen, den Crimmitschauer Torhüter zu knacken“, sagte Füchse-Stürmer Ludwig Nirschl nach dem 1. Drittel am Mikrofon von Sprade-TV.
In das 2. Drittel startete Crimmitschau mit viel Schwung und schnürte die Füchse in der Defensive ein. Der 1:1-Ausgleich durch Jonathon Martin in der 28. Minute fiel praktisch aus dem Nichts. Martin überwand Andryukhov aus spitzem Winkel. Danach legten die Gäste so richtig los. Bennet Roßmy (31.) und Nick Ross (32.) sorgten mit einem Doppelschlag für die überraschende 3:1-Führung.
Allerdings verspielte Weißwasser diesen Vorsprung kurz vor der zweiten Pausensirene innerhalb von nur 42 Sekunden auch schon wieder. Kelly Summers (39.) und Dominic Walsh (40.) trafen zum 3:3 für Crimmitschau.
Im letzten Drittel erzielte Luis Rentsch den 4:3-Siegtreffer für Weißwasser. Der 20-jährige Youngster verpasste den Crimmitschauer Playoff-Hoffnungen damit einen ziemlichen Dämpfer.

Das sagen die Trainer

Chris Straube (Trainer Lausitzer Füchse): „Das war ein sehr knappes Spiel. Wir haben zwar am Ende des 2. Drittels die Führung verspielt. Aber wir haben uns viele Konterchancen erarbeitet. Das haben die Jungs heute gut gemacht. Unser Torhüter Mac Carruth hat wieder sehr gut gespielt. Schön, dass mit Luis Rentsch ein junger Weißwasseraner das Siegtor geschossen hat.“
Mario Richer (Trainer Eispiraten Crimmitschau): „Weißwasser hat eine sehr schnelle Mannschaft mit vielen jungen Spielern. Wir hatten die Chance, das Spiel für uns zu entscheiden. Aber Mac Carruth hat ein sehr gutes Spiel gemacht und den Sieg für Weißwasser festgehalten. Trotzdem hat meine Mannschaft wieder Charakter gezeigt.“
Eispiraten Crimmitschau – Lausitzer Füchse 3:4 (1:0, 2:3, 0:1)
Tore: 1:0 Hudson (14.), 1:1 Martin (28.), 1:2 Roßmy (31.), 1:3 N. Ross (32.), 2:3 Summers (39.), 3:3 Walsh (40.), 3:4 Rentsch (48.); Schiedsrichter: Brill/Singer; Zuschauer: keine; Strafminuten: 4/8.
Das nächste Spiel: Löwen Frankfurt – Lausitzer Füchse (Freitag, 19.30 Uhr).