Zumindest von der Punkteausbeute her war es ein Wochenende zum Gruseln für die Lausitzer Füchse aus Weißwasser. Sie gingen trotz guter Leistungen in beiden Spielen leer aus. Beim EHC Freiburg gab es am Freitag eine 4:7-Niederlage. Im Halloween-Heimspiel gegen die Krefeld Pinguine unterlag die Mannschaft von Trainer Petteri Väkiparta zwei Tage später dann mit 1:2.
In der Tabelle der DEL2 sind die Lausitzer Füchse nach inzwischen drei Niederlagen in Serie wieder auf Rang elf und damit in die Playdown-Ränge abgerutscht. Trotzdem gab es von Väkiparta zumindest in der Öffentlichkeit ein Lob für das Team. „Ich bin sehr zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft. Wir haben heute sehr gutes Eishockey gespielt“, sagte der Finne nach der Partie gegen DEL-Absteiger Krefeld. „Wenn wir weiter so spielen, dann werden wir auch wieder punkten.“

Weißwasser patzt in Über- und Unterzahl

Was muss Weißwasser verbessern, um wieder Siege einfahren zu können? Vor allem das Spiel in Über- und Unterzahl! Denn die sogenannten Special-Teams entschieden beide Wochenend-Spiele zuungunsten der Lausitzer Füchse. Am Sonntag gegen Krefeld hatten die Gastgeber vor 2643 Zuschauern allein im 1. Drittel viermal Spielervorteil. Heraus kam jedoch lediglich der Führungstreffer durch Lane Scheidl in der 19. Minute. Die Quittung gab es dann im letzten Drittel, als der Favorit aus Krefeld das gutklassige Spiel mit zwei Treffern drehte.
Am Freitag in Freiburg verlor Weißwasser das Spiel in Unterzahl. Vier der sieben Gegentreffer im Breisgau fielen, als ein Füchse-Profi auf der Strafbank saß. Dabei lagen die Gäste schon mit 3:1 vorn, ehe Freiburg durch insgesamt drei Tore in Überzahl mit 5:4 in Führung ging. Nach zwei Dritteln standen schon sechs Überzahlspiele für Freiburg, aber nur eins für Weißwasser in der Statistik. Beim Gang in die Kabine hatte Trainer Väkiparta deshalb deutlich sichtbar mit großen blauen Zahlen ein „6:1“ auf seiner Taktiktafel vermerkt.

Väkiparta hadert mit den Schiedsrichtern

Stumme Kritik an der Leistung der Schiedsrichter? „Ich muss mir das im Video anschauen, wo unsere Schläger waren und was wirklich passiert ist“, sagte Väkiparta. „Aber das hat nichts damit zu tun, dass Freiburg die Überzahl genutzt hat. Die Special-Teams haben uns heute das Spiel gekostet.“ Positiv vermerkte der Coach, dass sein Team bei Fünf gegen Fünf über weite Strecken der Partie zu gefallen wusste.
Bei den Lausitzer Füchse musste der zuletzt so starke Neuzugang Lewis Zerter-Gossage in beiden Spielen verletzungsbedingt pausieren. Das Wochenend-Fazit von Stürmer Tim Detig, der gegen Krefeld sein 100. Spiel in der DEL2 absolvierte: „Wir waren zweimal über weite Strecken der Spiele das bessere Team. Wenn die drei Punkte dann so weggehen, dann ärgert das sehr.“