Die Lausitzer Füchse haben sich von Cheftrainer Corey Neilson getrennt. Unter Neilson hatte die Mannschaft in der DEL2 nur einen einzigen Sieg aus den vergangenen zehn Spielen geholt. Weißwasser ist in der Tabelle auf Rang zwölf abgerutscht und steht damit auf einem Playdown-Rang. Auch am vergangenen Wochenende blieben die Lausitzer Füchse sieglos und konnten dabei lediglich einen Treffer erzielen.
„Nach dem zuletzt deutlichen Abwärtstrend mit nur einem Sieg in zehn Spielen haben sich Hauptgesellschafter René Reinert und Geschäftsführer Dirk Rohrbach am Montagvormittag darüber verständigt, den bisherigen Cheftrainer Corey Neilson von seiner Position freizustellen. Die Lausitzer Füchse bedanken sich herzlich für die stets professionelle Zusammenarbeit“, teilte der Verein mit.
Ab sofort übernimmt der bisherige Co-Trainer Chris Straube den Cheftrainerposten, Assistenzcoach wird das Weißwasseraner Urgestein Andre Mücke. „Wir erhoffen uns durch den Wechsel neue Impulse für die Mannschaft und damit verbunden eine deutliche Leistungssteigerung. Wir glauben, unser Team hat sich in den letzten Wochen unter Wert verkauft und kann viel besseres Eishockey spielen“, erklären Reinert und Rohrbach.
André Mücke (38) beendete seine Karriere nach der Saison 2017/18, nachdem er als Kapitän das Team zum Klassenerhalt geführt hatte. Mücke spielte rund 500 Mal für die Füchse. Seitdem arbeitete er als Nachwuchscoach in Weißwasser.
Corey Neilson stand seit der Saison 2018/19 bei den Lausitzer Füchsen hinter der Bande. Er hatte damals sowohl den Job als auch die Mannschaft kurzfristig übernommen, weil für Robert Hoffmann das überraschende Aus kam. Im ersten Jahr führte Neilson die Füchse auf direktem Weg in die Playoffs und wurde als „Trainer des Jahres“ in der DEL2 ausgezeichnet. In der vergangenen Saison musste man sich dagegen trotz großer Erwartungen mit einem Playdown-Rang begnügen. Nur der Abbruch der Saison wegen der Corona-Pandemie ersparte den Füchsen den Gang in die Abstiegsrunde.
Und auch in der laufenden Spielzeit zeigte die Leistungskurve nach unten. Am Sonntag nach der 1:3-Niederlage gegen den EHC Bayreuth hatte Corey Neilson mit Blick auf die Kritik an seiner Person noch betont: „Wir alle spüren den Druck – auch ich. Natürlich stehe ich in der Verantwortung, aber ich stehe nicht auf dem Eis.“ In diesem Zusammenhang übte der Coach deutliche Kritik an den Führungsspielern im Team: „Sie haben in den letzten Spielen die entscheidenden Fehler gemacht.“
Youtube

Youtube