Die Lausitzer Füchse melden sich im Kampf um die Pre-Playoffs in der DEL2 zurück. Nach zwei Niederlagen kam Weißwasser am Freitagabend zu einem 4:2-Heimsieg gegen die Eisbären Regensburg und wurde von den Fans mit „Dynamo, Dynamo“-Wechselgesängen schon während des Spiels gefeiert.
Im direkten Duell der Tabellennachbarn zogen die Gastgeber mit Regensburg gleich. Beide Teams haben jetzt 48 Punkte auf dem Konto. Regensburg ist Zehnter, Weißwasser liegt auf Platz 11.
Vor 2202 Zuschauern zeigte sich die Mannschaft von Trainer Petteri Väkiparta gut erholt von den jüngsten Niederlagen. Vor allem in körperlicher Hinsicht wirkte das Team frischer als zuletzt. Ausschlaggebend für den verdienten Heimsieg waren zwei schnelle Tore und ein wichtiger Wechsel innerhalb der Sturmreihen.
„Ich bin sehr zufrieden, das war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Wir haben hartnäckig gespielt und in der Offensive immer einen Weg gefunden. Die frühen Tore haben dem Spiel die Richtung gegeben“, erklärte Trainer Petteri Väkiparta.

Personalnot bei den Lausitzer Füchsen

In der Defensive der Lausitzer Füchse herrscht indes auch weiterhin akute Personalnot. Mit Steve Hanusch, Jan Bednar, Kristian Blumenschein und nun auch noch Dominik Bohac müssen gleich vier Verteidiger pausieren. Die riesengroßen Lücken wurden durch drei Youngster der Eisbären Berlin gefüllt. Zudem gab es noch eine wichtige Änderung bei den Gastgebern: Statt Kapitän Clarke Breitkreuz stürmte diesmal Louis Anders in der Topreihe an der Seite von Topscorer Hunter Garlent und Roope Mäkitalo.
Es war eine Änderung von Trainer Petteri Väkiparta, die ganz schnell Erfolg brachte. Denn Roope Mäkitalo traf bereits in der 2. und 5. Minute zur 2:0-Führung für Weißwasser. Das war natürlich ein Auftakt nach Maß für die Lausitzer Füchse, die zuletzt gegen Selb (1:4) und in Dresden (0:4) leer ausgegangen waren. In der Folgezeit wurde Regensburg zwar stärker, aber die Gastgeber konnten sich auf U20-Nationaltorhüter Nikita Quapp zwischen den Pfosten verlassen.
Auch der Start ins 2. Drittel ging an die Mannschaft von Petteri Väkiparta. Clarke Breitkreuz erhöhte in der 24. Minute auf 3:0. Breitkreuz war in Überzahl erfolgreich – zuletzt nicht gerade eine Stärke der Füchse. Youngster Kevin Handschuh sorgte mit einer schönen Einzelleistung für das 4:0 (35.). Für Handschuh war es das erste Tor im Profibereich.
Damit war die Entscheidung gefallen. Aufsteiger Regensburg kann derzeit nicht an seine gute Form beim Start in die Saison anknüpfen. Aus den zurückliegenden sechs Spielen haben die Eisbären nur einen einzigen Sieg geholt. Den Gästen gelangen in der Schlussphase nur noch zwei Treffer durch Topi Piipponen (56.) und Nikola Gajovsky (59.).
Das Fazit von Gäste-Coach Max Kaltenhauser: „Wir waren heute zwei Drittel schwach. Das 0:6 in Selb war ein Wirkungstreffer, es hat am Selbstvertrauen genagt. Wir haben überhaupt nicht unser Spiel gemacht. Weißwasser war in den Zweikämpfen einen Schritt schneller. Im letzten Drittel haben wir es besser gemacht. Dann sind wir konkurrenzfähig.“
Trainer Petteri Väkiparta von den Lausitzer Füchsen beweist ein glückliches Händchen beim Wechseln.
Trainer Petteri Väkiparta von den Lausitzer Füchsen beweist ein glückliches Händchen beim Wechseln.
© Foto: Thomas Heide

Lausitzer Füchse spielen in Kassel

Am Sonntag reisen die Lausitzer Füchse zu den Kassel Huskies und damit zum souveränen Tabellenführer der DEL2. Spielbeginn in Nordhessen ist um 16 Uhr. Die ersten beiden Duelle in dieser Saison gingen übrigens an Weißwasser. Die Füchse sind damit das einzige Team, das den Spitzenreiter zweimal besiegen konnte.
Lausitzer Füchse – Eisbären Regensburg 4:2 (2:0, 2:0, 0:2)
Tore: 1:0 Mäkitalo (2.), 2:0 Mäkitalo (5.), 3:0 Breitkreuz (24.), 4:0 Handschuh (35.), 4:1 (55.), 4:2 Piipponen (56.), 4:2 Gajovsky (59.); Schiedsrichter: Steingroß/Singer; Zuschauer: 2202; Strafminuten: 12/12.
Das nächste Spiel: Kassel Huskies – Lausitzer Füchse am Sonntag um 16 Uhr.