Das war ein echtes Geduldsspiel – mit einem glücklichen Ende für die Lausitzer Füchse. Weißwasser setzte sich am Montagabend in einem gutklassigen Spiel gegen den EHC Freiburg 4:1 durch. Über 40 Minuten mussten die Fans trotz bester Chancen auf beiden Seiten auf Tore warten. Im letzten Drittel fanden die Gastgeber dank ihres starken Überzahlspiels dann aber auf die Siegerstraße und feierten einen wichtigen Heimerfolg in der DEL2.
Denn die Füchse bleiben zwar auf dem vorletzten Tabellenplatz. Sie verkürzen den Rückstand zu Rang zehn aber auf acht Punkte. Der Kampf um die Pre-Playoffs geht am Freitag mit dem nächsten Heimspiel gegen den ESV Kaufbeuren (19.30 Uhr) weiter.
„Das letzte Drittel war vor allem Kopfsache. Wir haben unsere Überzahlchancen genutzt. Ganz wichtig war dann das schnelle 3:1. Ich freue mich für die Mannschaft über diesen Sieg. Jetzt bekommen die Spieler erst einmal zwei Tage frei“, sagte Füchse-Trainer Petteri Väkiparta.

Lausitzer Füchse und die Fans

Während die Lausitzer Füchse weiter hart kämpfen müssen, haben die Gäste aus dem Breisgau die Pre-Playoffs und damit den direkten Klassenerhalt in der DEL2 schon so gut wie sicher. Die Mannschaft des Ex-Weißwasseraner Trainers Robert Hoffmann reiste als Tabellenachter in die Lausitz. Zudem hat der EHC Freiburg noch mehrere Nachholspiele zu absolvieren.
Erstmals seit Monaten durften die Lausitzer Füchse am Montagabend wieder vor einer größeren Kulisse spielen als zuletzt. Die aktualisierte Corona-Notfall-Schutzverordnung in Sachsen ermöglichte weitere Lockerungen im Sport. Sie erlaubt aktuell eine 50-prozentige Hallenauslastung. Dabei gilt die 2G-plus-Regel. Die Partie gegen Freiburg sahen 822 Besucher.
Sie erlebten von der ersten Minute an eine sehr intensive Partie mit vielen Torchancen auf beiden Seiten – auch wenn in den ersten 20 Minuten keine Treffer fielen. Aber die Gastgeber nahmen sich die Kritik von Trainer Petteri Väkiparta zu Herzen. Der Finne hatte nach der 1:3-Niederlage in Bad Tölz am Samstag das Zweikampfverhalten mit deutlichen Worten kritisiert. „Kämpferisch waren wir nicht da. Wir haben keinen einzigen Zweikampf gewonnen“, erklärte Väkiparta.

Ritter fehlt bei den Lausitzer Füchsen

Dabei mussten die Gastgeber neben den langzeitverletzten Spielern wie Kapitän Clarke Breitkreuz, Jens Baxmann und Korbinian Geibel diesmal auch auf Toni Ritter verzichten. Der Stürmer konnte einen Tag nach seinem 32. Geburtstag aufgrund eines positiven Corona-Tests nicht mitwirken und befindet sich in Quarantäne.
Im 2. Drittel erhöhte Freiburg dann das Tempo. Weißwasser war jetzt in der Defensive deutlich mehr gefordert. Es blieb jedoch beim torlosen Remis – auch dank des starken Leon Hungerecker im Tor. „Wir machen bisher ein super Spiel gegen einen guten Gegner, sowohl defensiv als auch offensiv. So müssen wir weitermachen, dann wird der Puck irgendwann reingehen“, erklärte Youngster Ilja Fleischmann im Pausen-Interview bei „Sprade-TV“. Am Samstag in Bad Tölz hatte Fleischmann sein erstes DEL2-Tor erzielt.

Späte Tore für Weißwasser

Und der Youngster sollte recht behalten. Denn in der 42. Minute kamen die Lausitzer Füchse in Überzahl zum 1:0 durch Bennet Roßmy. Er profitierte von einem tollen Pass durch Hunter Garlent. Beim ersten Versuch probierte es Garlent noch selbst mit einem Schlagschuss, beim zweiten Versuch spielte er dann Roßmy an, der aus Nahdistanz traf. Und auch das 2:0 fiel in Überzahl – erneut war Hunter Garlent der Vorlagengeber. Peter Quenneville lenkte den Pass geschickt ins Tor (49.).
Aber die spannende Partie war damit noch lange nicht entschieden. Denn das Tor-Spektakel ging jetzt erst so richtig los. Zunächst kam Freiburg zum Anschlusstreffer durch Tyson McLellan (51.). Aber nur 17 Sekunden später traf erneut Peter Quenneville (3:1/51.). Den Schlusspunkt hinter das Tor-Spektakel im letzten Drittel setzte Richard Mueller. Er schob den Puck in der 59. Minute zum 4:1 ins leere Freiburger Tor.
Gäste-Coach Robert Hoffmann: „Wir sind nicht wirklich gut reingekommen ins Spiel. Wir haben keinen richtigen Zugriff bekommen. Wir haben alles versucht, aber der Puck wollte nicht reinfallen. Außerdem hat Leon Hungerecker stark gehalten. Das ist ärgerlich, aber es gibt solche Tage im Sport.“
Lausitzer Füchse – EHC Freiburg 4:1 (0:0, 0:0, 4:1)
Tore; 1:0 Roßmy (42.), 2:0 Quenneville (49.), 2:1 McLellan (51.), 3:1 Quenneville (51.), 4:1 Mueller (59.); Schiedsrichter: Bauer/Becker; Zuschauer: 822; Strafminuten: 6/16.
Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – ESV Kaufbeuren (Freitag, 19.30 Uhr).