Dieser Derbysieg wurde von den Lausitzer Füchsen und den Fans auf den Rängen ausgiebig gefeiert. Nach sieben Niederlagen in Serie und der Roten Laterne beendete Weißwasser diese Negativserie ausgerechnet beim Erzrivalen Eislöwen Dresden. 3:1 setzte sich die Mannschaft von Trainer Petteri Väkiparta am Freitagabend vor 4212 Zuschauern in Dresden durch und lieferte dabei das bisher beste Spiel in der DEL2-Saison 2022/23 ab.
„Das war eine tolle Kulisse. Meine Mannschaft hat eine tolle Antwort gezeigt. Wir haben in den vergangenen Tagen viel geredet. Wir mussten lange auf diesen Sieg warten. Es war eine schwere Geburt“, erklärte Füchse-Coach Petteri Väkiparta.
Bei den Lausitzer Füchsen stand mit dem Deutsch-Kanadier Lewis Zerter-Gossage ein Neuzugang im Kader. Der 27 Jahre alte Stürmer wurde von den Eisbären Berlin verpflichtet. Zerter-Gossage wird aber zunächst nach Weißwasser ausgeliehen, um Spielpraxis in der DEL2 zu sammeln. Für den Angreifer ist es das zweite Gastspiel in Deutschland. In der Saison 2020/21 absolvierte er elf Oberliga-Partien für die Blue Devils Weiden (vier Tore, zwei Assists). Eisbären-Sportdirektor Stéphane Richer: „Lewis Zerter-Gossage ist technisch versiert und hat ein sehr gutes Spielverständnis. Wir sind uns sicher, dass er bei den Eisbären und in Weißwasser den nächsten Schritt in seiner Entwicklung nehmen wird.“

Blutiger Einstand für Zerter-Gossage

Der Einstand von Zerter-Gossage verlief ausgesprochen blutig. Denn bereits bei seinem ersten Einsatz auf dem Eis verletzte er sich bei einem Check an der Nase und musste danach minutenlang auf der Bank sitzen, ehe das Blut gestillt war. Mit einem neuen, sauberen Trikot und Watterollen in der Nase konnte der Stürmer gegen Ende des 1. Drittels aber wieder mitwirken.
Abgesehen von der wackligen Startphase lieferten die Füchse in Dresden ein Spiel auf Augenhöhe. Torhüter Kristian Hufsky machte an ehemaliger Wirkungsstätte ein klasse Spiel. Nach dem frühen Gegentreffer durch Jannis Kälble in der 4. Minute sorgten Lane Scheidl (9.) und der Ex-Dresdner Sebastian Zauner (34.) dann für die Gäste-Führung nach zwei Dritteln.
Im letzten Drittel musste Weißwasser dann noch einmal zittern. Aber die Abwehr um den starken Hufsky blieb stabil. Und Hunter Garlent machte in der 60. Minute mit dem Treffer zum 3:1-Endstand alles klar. „Derbysieger, Derbysieger“, sangen die rund 400 mitgereisten Fans.
Eislöwen Dresden – Lausitzer Füchse 1:3 (1:1, 0:1, 0:1)
Tore: 1:0 Kälble (4.), 1:1 Scheidl (9.), 1:2 Zauner (34.), 1:3 Garlent (60.); Schiedsrichter: Neutzer/Haupt; Zuschauer: 4212 (ausverkauft); Strafminuten: 6/4.
Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – Wölfe Selb (Sonntag, 17 Uhr).