Die Lausitzer Füchse stecken weiter im Tabellenkeller der DEL2 fest. Bei Tabellenführer ESV Kaufbeuren kassierte der Eishockey-Zweitligist aus Weißwasser am Freitagabend eine heftige 1:8-Klatsche. Für die Mannschaft von Trainer Petteri Väkiparta war es bereits die sechste Niederlage in Folge. Aktuell liegt Weißwasser auf dem vorletzten Tabellenplatz.

Lausitzer Füchse gegen Crimmitschau

Der Coach aus Finnland richtete anschließend den Blick bereits nach vorn auf das Heimspiel gegen die Eispiraten Crimmitschau am Sonntag um 17 Uhr. Aber auch Väkiparta stand vor einem Rätsel angesichts des teilweise desolaten Auftritt der Füchse. „Es ist gut, dass es am Sonntag schon die nächste Chance auf Punkte gibt. Wir werden morgen viel miteinander sprechen, um den Hintergrund zu finden und Sonntag dann besser auftreten“, erklärte er am Freitagabend in Kaufbeuren.
Das bedeutet: Es gibt eine Aussprache. Zumal es die höchste Niederlage für die Lausitzer Füchse seit einem Jahr war. Im Oktober 2021 verloren sie 2:7 – übrigens ebenfalls beim ESV Kaufbeuren.
Dabei spielten die Gäste aus der Lausitz im 1. Drittel gut mit und kamen durch Kapitän Clarke Breitkreuz auch zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich in der 14. Minute. Im 2. Drittel wurde Weißwasser dann aber vom Tabellenführer regelrecht überrollt. Es hagelte sage und schreibe sechs Gegentore. Während sich Kaufbeuren in einen Rausch spielte, zerfielen die Lausitzer Füchse jetzt in ihre Einzelteile.
„Es gibt einen Grund, warum die Heimmannschaft in der Tabelle ganz weit oben steht. Sie sind läuferisch gut, stark in den Zweikämpfen und spielen sehr gut strukturiert“, sagte Petteri Väkiparta. Also alles Eigenschaften, die man bei den Füchsen schon seit Wochen vermisst. Dem Weißwasseraner Coach blieb am Ende nur eine Floskel als Bilanz eines verkorksten Auftritts im Allgäu: „Sagen wir mal so – wenn es nicht einfach ist, dann ist es eben schwierig.“

Steve Hanusch schwer verletzt

Schwierig bleibt auch die Personallage im Fuchsbau. Stürmer Roope Mäkitalo musste in Kaufbeuren krankheitsbedingt passen. Verteidiger Steve Hanusch fällt sogar für die nächsten Wochen aus. Hanusch habe sich vor einer Woche in Landshut „eine schwere Handverletzung zugezogen“ und werde mindestens acht Wochen fehlen. „Noch ist unklar, ob eine Operation notwendig sein wird. Dies entscheidet sich am Montag. Damit fehlt den Lausitzer Füchsen für die nächste Zeit ein sehr wichtiger Spieler“, heißt es in der Mitteilung weiter.
Der neue Torhüter Ville Kolppanen reiste zwar mit nach Kaufbeuren, saß in den gesamten 60 Minuten aber auf der Bank. Gut möglich, dass der Finne am Sonntag gegen Crimmitschau sein Debüt im Füchse-Trikot gibt.