Die Lausitzer Füchse aus Weißwasser erwartet jetzt im Februar ein brutaler Spielplan in der DEL2. Damit trotz Corona alle Hauptrunden-Partien absolviert werden können, haben sich die 14 Clubs auf eine Anpassung des Spielplanes geeinigt. Gespielt wird ab sofort im Zwei-Tages-Rhythmus. Für die Lausitzer Füchse geht es am Dienstag mit der Auswärtspartie beim EHC Freiburg (19.30 Uhr) weiter.
DEL2-Geschäftsführer René Rudorisch betont: „Uns allen ist bewusst, dass damit eine Intensivierung der Hauptrunde stattfindet. Aber das gibt etwas mehr Spielraum für zu verlegende Partien.“

Petteri Väkiparta mit Ironie

Diese Intensivierung wird brutal – richtig brutal sogar. Die Lausitzer Füchse haben an den 28 Tagen im Februar insgesamt 13 Spiele zu bestreiten. Sie absolvieren also allein im Februar ein Viertel aller 52 Hauptrunden-Spiele. Höhepunkt der Termin wird das zweite Februar-Wochenende. Da muss Weißwasser am Freitag, Sonntag und Montag ran.
„Wir haben viele lange Reisen. Da kann man viel von Deutschland sehen. Das wird ein Erlebnis“, kommentierte Trainer Petteri Väkiparta ironisch. „Aber im Ernst: Wir werden nur wenig trainieren. Im Vordergrund steht die Regeneration. Und wir müssen aus den Videos der Spiele lernen.“
Ob die Hauptrunde wie geplant beendet werden kann, ist trotz des brutalen Spielplanes nicht sicher. Die DEL2 hat deshalb eine Hintertür offengelassen. Falls einzelne Clubs nachzuholende Partien bis zum 5. März nicht mehr rechtzeitig absolvieren können, wird die Tabelle auf die Quotientenregel umgestellt.
Am vergangenen Wochenende sind die Lausitzer Füchse leer ausgegangen. Dabei zeigte die Mannschaft von Trainer Petteri Väkiparta durchaus ordentliche Leistungen gegen die beiden Topteams der DEL2. Am Freitag verloren die Lausitzer Füchse bei Spitzenreiter Eislöwen Dresden knapp mit 3:4. Im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Ravensburg Towerstars am Sonntag unterlag Weißwasser 2:5.

Roßmy trifft für Lausitzer Füchse

Nach dem torlosen 1. Drittel mit guten Defensiv-Leistungen auf beiden Seiten ging Ravensburg durch die Treffer von David Zucker (21. Minute) und Georgiy Saayan (29.) in Führung. Wie schon in Dresden nutzte Weißwasser dann eine Überzahl zum 1:2-Anschlusstreffer durch Bennet Roßmy (33.) und war fortan wieder richtig gut im Spiel.
Zu Beginn des 3. Drittel musste Bennet Roßmy wegen eines Checks für fünf Minuten auf die Strafbank. Ravensburg nutzte die Überzahl, um durch die Treffer von Sam Herr (43.) und Leon Hüttl (45.) auf 4:1 zu erhöhen. Es war die Vorentscheidung im Duell mit dem Tabellenzweiten. Denn von diesem Rückschlag erholte sich Weißwasser nicht mehr. Louis Brune (57.) erzielte das fünfte Tor für Ravensburg. Füchse-Topscorer Peter Quenneville traf zum 2:5-Endstand (59.).
„Wir hatten gute Chancen gegen einen starken Gegner. Entscheidend war die große Strafe im letzten Drittel“, analysierte Trainer Petteri Väkiparta. Gäste-Coach Peter Russell attestierte seiner Mannschaft „das beste Spiel seit langem“.

Sorgen um Kapitän Clarke Breitkreuz

Bei den Lausitzer Füchsen gibt es beim Start in den Februar neue Personalsorgen. Während Jens Baxmann wegen seiner schweren Augenverletzung ohnehin weiterhin ausfällt, hat sich im Heimspiel gegen Ravensburg auch Kapitän Clarke Breitkreuz verletzt. Er hat sich eine Fußverletzung zugezogen – die Ausfalldauer ist ungewiss. Für Breitkreuz war die Partie am Sonntag bereits nach vier Minuten beendet.
 Lausitzer Füchse – Ravensburg Towerstars 2:5 (0:0, 1:2, 1:3)
Tore: 0:1 Zucker (21.), 0:2 Saakyan (29.), 1:2 Roßmy (33.), 1:3 Herr (43.), 1:4 Hüttl (45.), 1:5 Brune (57.), 2:5 Quenneville (59.); Schiedsrichter: Apel/Schütz; Zuschauer: 725; Strafminuten: 9/6.
Das nächste Spiel: EHC Freiburg – Lausitzer Füchse (Dienstag, 19.30 Uhr).