Auch im vierten Versuch in dieser Spielzeit sollte es nicht klappen: Die Lausitzer Füchse haben abermals gegen den EHC Freiburg verloren. Das Spiel am Freitagabend endete mit 5:4 (3:2, 2:1, 0:1) für die Breisgauer. Chris Straube kann dennoch nur wenig beanstanden: „Wie die Jungs über 60 Minuten gekämpft haben, macht mich stolz.“
Die gute Nachricht vorweg: Torhüter Mac Carruth, der in den vergangenen Wochen starke Leistungen gezeigt hatte, konnte wieder mitspielen. Noch am Montag musste er im Derby gegen Dresden das Eis bereits nach dem ersten Drittel verletzungsbedingt verlassen.

Lausitzer Füchse gerieten kurz vor dem Pausenpfiff in Rückstand

Die erste Chance des Spiels hatte Rylan Schwartz (2.), der direkt im Anschluss auf die Strafbank musste. Der Statistik nach müsste Freiburg nun in Führung gehen, gehören sie doch zu besten Überzahl-Mannschaften der Liga. Doch nichts da: In Unterzahl machten die Lausitzer das Tor. Bennet Roßmy beförderte den Puck aus dem Nichts über die Fanghand vom Freiburger Torhüter Enrico Salvarani.
Die Lausitzer Füchse ließen nicht nach und machten in der achten Minute das 2:0. Freiburg bekam die motiviert anlaufenden Weißwasseraner nicht verteidigt. Thomas Reichel nutzte die Verwirrung und netzte ein.
Den 1:2-Anschlusstreffer für den EHC Freiburg erzielte Nick Pageau (11.). Noch vor dem Pfiff zur ersten Pause konnte auch Scott Allen Füchse Torhüter Mac Carruth überwinden und machte das 2:2 (16.). Durch ein Eigentor von Nick Walters ging Freiburg 30 Sekunden vor dem Ende des ersten Drittels mit 3:2 in Führung. Einen Schuss von Christian Billich fälschte der Füchse-Verteidiger unhaltbar ins Tor ab.

Videobeweis brachte die Vorentscheidung im Spiel der Füchse

Zu Beginn des zweiten Drittels nutzte Jonathan Martin einen Pass von Derby-Held Andrew Clark in den Rücken der Freiburger Verteidigung und netzte zum 3:3 ein (25.). Clark hatte die Lausitzer Füchse am Montagabend mit vier Toren fast im Alleingang zum 5:3-Sieg gegen die Dresdner Eislöwen geschossen.

Weißwasser

Weißwasser

Vier Sekunden nach seiner Rückkehr von der Strafbank brachte Chad Bassen die Freiburger abermals in Führung (33.). Erst durch den Videobeweis konnten die Schiedsrichter erkennen, dass ein vermeintlicher Lattentreffer von Scott Allen doch im Füchse-Tor landete (35.). Freiburg ging mit 5:3 in Führung.
Rylan Schwartz erzielte das 4:5 (47.). Der Anschlusstreffer beflügelte die Lausitzer Füchse, die in den folgenden Minuten den Ausgleich erzwingen wollten. Hinten konnte auch Mac Carruth abermals seine Qualitäten beweisen (53., 55., 56.). Am Ende reichte es dennoch nicht zum Sieg.

Das sagen die Trainer

Chris Straube (Trainer Lausitzer Füchse): „Wir hatten Glück, dass wir 2:0 in Führung gingen, denn Frankfurt hatte viele gute Chancen. Defensiv müssen wir besser stehen, um die Punkte mitzunehmen. Die Gegentore sind durch individuelle Fehler gefallen. Das soll nicht passieren. Trotzdem bin ich stolz, wie die Jungs über 60 Minuten gekämpft und fasst den Ausgleich geschafft haben.“
Peter Russell (EHC Freiburg): „Wir hatten heute einen sehr starken Gegner, gegen den wir früh zurückgelegen haben. Die Spiele gegen Teams, die noch um die Play-Offs kämpfen, gehören zu den härtesten, weil sie wesentlich physischer sind. Aber wir haben nicht aufgegeben und unseren Weg im Spiel gefunden. Mit dem Sieg bin ich zufrieden.“

Die Statistik zum Spiel

EHC Freiburg – Lausitzer Füchse 5:4 (3:2, 2:1, 0:1)

T: 0:1 Roßmy (2.), 0:2 Reichel (8.), 1:2 Pageau (11.), 2:2 Allen (16.), 3:2 Billich (20.), 3:3 Martin (24.), 4:3 Bassen (34.), 5:3 Allen (35.), 5:4 Schwartz (47.)

S: Kapzan/Klein; Z: keine; Strafminuten: 16/12

Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – Heilbronner Falken (Sonntag, 17 Uhr)

Die ganze Statistik finden Sie hier