Mehrere der attraktiven Regenbogentrikots als Zeichen einer gewonnenen Weltmeisterschaft hat Emma Hinze bereits zuhause in Cottbus im Schrank. Jetzt kann sie ein weiteres Trikot mit neuem Design dazu hängen. „Es ist cool, als erste Fahrerin das neue Trikot zu tragen. Ich bin richtig stolz“, sagte Hinze, nachdem sie am Samstag nach der ersten Runde der neu geschaffenen Champions League im Bahnradsport das türkis-farbene Trikot der Gesamtführenden nach der ersten von fünf Runden überstreifen durfte.
Nach einem Sieg im abschließenden Sprint-Wettbewerb sicherte sich die 24-jährige Hinze die Tageswertung, nachdem sie zuvor den zweiten Platz im Keirin hinter Olympiasiegerin Kelsey Mitchell aus Kanada belegt hatte. Im Sprint-Finale setzte sich die Weltmeisterin gegen ihre Trainings- und Nationalmannschaftskollegin Lea Sophie Friedrich klar in einem Lauf durch. Die dreimalige Roubaix-Weltmeisterin wurde im Keirin Vierte und liegt damit in der Gesamtwertung ­hinter Hinze (37 Punkte) und Mitchell (35) mit 30 Punkten auf Platz drei.

Maximilian Levy ohne Chance

Maximilian Levy aus Cottbus, der vor 14 Jahren in der Palma Arena mit Bronze die erste seiner zehn WM-Medaillen gewann, rangiert bei seinem Kurz-Comeback in der Gesamtwertung auf Platz 15. Der 34-Jährige, der eine Woche vor dem Wettbewerb im Zuge seiner Triathlon-Ambitionen einen Halbmarathon mit Bestzeit absolvierte, war zum Auftakt der Serie mit Platz 13 im Sprint und dem Vorlauf-Aus im Keirin chancenlos. „Das Ergebnis war wie erwartet. Ich habe von Anfang an gesagt, hier bekomme ich nichts ab“, sagte Levy.
Die zweite von fünf Runden findet am 27. November in Panevezys in Litauen statt. Dann geht es wieder um Tagessiege und wichtige Punkte für die Gesamtwertung - verbunden mit attraktiven Preisgeldern und dem Trikot der Gesamtführenden. „Ich werde versuchen, dass Trikot zu verteidigen. Wichtig ist aber, dass ich es nach der letzten Runde tragen kann“, sagte Emma Hinze nach dem gelungenen Auftakt in Spanien.