In den Partien heute beim SC Bietigheim/Bissingen (20 Uhr) und am Sonntag gegen die Wölfe Freiburg (17 Uhr) soll endlich der erste Saisonsieg und damit der erhoffte Befreiungsschlag nach vier Auftaktniederlagen gelingen. Andernfalls dürfte der Druck auf die Mannschaft und auch Trainer Horymir Sekera weiter zunehmen.

Wikström in Reihe zwei
Mit zur Wende beitragen sollen einige personelle Konsequenzen, die Sekera in dieser Woche gezogen hat. Die wichtigste Änderung: Die Topreihe der Füchse, die in der vergangenen Spielzeit fast 50 Prozent aller Treffer erzielte, spielt vorerst nicht mehr zusammen. Heute in Bietigheim wird Lars Müller als Center neben Martin Sekera und Dirk Rohrbach auflaufen. Für ihn muss Kapitän Mattias Wikström in die zwei Sturmreihe weichen. Er spielt dort anstelle von Markus Kempf gemeinsam mit Michael Kreitl und Richard Rochefort. Markus Kempf wiederum bildet die dritte Reihe mit Morgan Warren und André Mücke. „Es ist bei der ersten Reihe zuletzt nicht gut gelaufen. Deshalb müssen wir etwas Neues probieren“ , begründet Sekera den Umbau seines Toptrios. Zudem hätten sowohl Mattias Wikström als auch Martin Sekera die Führungsrolle in dieser Reihe für sich beansprucht. Fehlen wird in Bietigheim der verletzte Marcel Leyva. Er zog sich im Training eine Rückenverletzung zu. Jörg Pohling muss nach seiner Spieldauer- Disziplinarstrafe gegen Kaufbeuren ebenfalls zuschauen.
Eine weitere Änderung ist im Tor geplant. Nachdem Sebastian Elwing beim Saisonstart genau wie der Rest der Mannschaft glücklos agierte und in vier Partien bereits 17 Gegentreffer kassierte, erhält heute in Bietigheim zum ersten Mal Ronny Glaser eine Chance. „Ich sehe Elwing deswegen aber nicht als Sündenbock für unsere Niederlagen. Er wurde oft von seinen Vorderleuten allein gelassen. Wir haben einfach zu viele Schüsse auf das Tor zugelassen“ , betont Horymir Sekera.

Viele Gespräche geführt
Doch der Coach und auch die Geschäftsführung um René Reinert wissen, dass vor allem die Psyche in diesen Tagen das große Problem der Füchse ist. Deshalb wurden in den vergangenen Tagen diverse Gruppen- und Einzelgespräche geführt. Zudem hat Sekera das Training variiert und beispielsweise einen Eishockey freien Tag eingelegt, an dem sich die Spieler nach freier Wahl sportlich betätigen konnten. „Wichtig ist, dass sich die Jungs im Kopf beruhigen. Denn ich glaube nach wie vor an das Potenzial dieser Mannschaft. Das erste Erfolgserlebnis wird viele Blockaden lösen“ , ist Sekera überzeugt.