Der Kanadier Barber hatte zuvor erwartungsgemäß den Stabhochsprung-Wettbewerb gewonnen - mit 5,77 Metern. Den Meeting-Rekord von Björn Otto (5,90) vermochte er indes nicht zu knacken. Nach seiner abenteuerlichen Anreise im Mietauto von Paris, weil der Flieger seine Stäbe nicht transportieren wollte, fehlte dem 21-Jährigen dann doch etwas die Power. Der Stimmung in der Halle tat das keinen Abbruch. "Ich habe die Atmosphäre sehr genossen. Diese Mischung aus Sport und Kultur ist sehr außergewöhnlich", sagte Barber. "Ich würde gern wiederkommen."

Eben jenen Satz vernahm Hobeck auch von der als recht extravagant geltenden Hochspringerin Ariane Friedrich, der WM-Dritten von 2009, nach deren Premiere beim Springer-Meeting. "Wenn sogar sie das sagt und sich bei uns bedankt für das schöne Meeting, ist das eine unglaubliche Wertschätzung", freut sich Ulrich Hobeck.

Bis tief in die Nacht hinein gab es nach dem Meeting wieder die traditionelle Zusammenkunft der Organisatoren mit den Athleten und Managern an der Hotelbar - ein Markenzeichen der Cottbuser Veranstaltung. Auch Weltmeister Shawn Barber hat sich da noch eine Cola gegönnt. "Ein toller, bescheidener Typ", schwärmt der Meeting-Chef über den jüngsten Sechs-Meter-Springer der Welt - mit dem er sich 2017 ja vielleicht erneut fotografieren lassen kann.