Er soll bei der U-17-Weltmeisterschaft vom 16. September bis zum 2. Oktober in Peru erstmals in einem offiziellen Wettbewerb getestet werden. Bei einem erfolgreichen Verlauf der Experimentierphase könnte der mit einem Minisender ausgestattete Ball auch bei der Fußball-WM 2006 in Deutschland eingesetzt werden.
Der Ball, der vom Sportartikel-Konzern adidas in Zusammenarbeit mit der Karlsbader Cairos AG und dem Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen in Erlangen entwickelt wurde, soll dem Schiedsrichter über ein akustisches Signal anzeigen, ob der Ball die Torlinie in vollem Umfang überschritten hat. Damit könnten strittige Szenen wie beispielsweise am Samstag zwischen Hertha BSC und dem Hamburger SV (4:1), als Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer einen wohl regulären Treffer des Hamburgers Colin Benjamin nicht anerkannte, aufgeklärt werden.
"Das entscheidende Kriterium ist, dass solch eine neue Technologie nicht die Autorität des Schiedsrichters untergraben darf. Und der Fußball muss von oben bis unten immer gleich bleiben", sagte Fifa-Präsident Sepp Blatter.
Keine Veränderungen gibt es bei der Abseitsregel. Der Walisische Verband zog seinen Antrag, wonach ein Spieler nur im gegnerischen Strafraum abseits stehen kann, kurzfristig wieder zurück. Damit bleibt das umstrittene passive Abseits bestehen. (dpa/tus)