"Ich habe momentan ein bisschen die Seuche", sagte Slalom-Spezialist Neureuther am Montag nach seinem Ausscheiden beim Sieg von Ivica Kostelic im zweiten Saison-Weltcup in seiner Lieblingsdisziplin. "Da kommt Weihnachten jetzt genau zur richtigen Zeit, um ein bisschen vom Skifahren wegzukommen und den ganzen Mist abzuhaken."

Aufmunterung für den Vorzeigefahrer des Deutschen Skiverbands (DSV) gab es trotz der vierten Pleite in seinem fünften Wettbewerb des Winters vom Chef der deutschen Alpinen. "Felix hat sich ein wenig in so eine Krisensituation reinmanövriert, in die er gar nicht gehört. Er fährt eigentlich im Moment gut Ski", sagte Wolfgang Maier, der neben Neureuther auch Dominik Stehle (Obermaiselstein) und Fritz Dopfer (Garmisch) im ersten Lauf ausscheiden sah.

Doch während die einzige deutsche Medaillen-Hoffnung Neureuther mit seiner Wettkampfform haderte, verdiente sich der Schlierseer Kogler als 18. die Zusage, beim Saisonhöhepunkt im Februar im französischen Val d'Isère zum DSV-Team zu gehören. "Wir werden ihn auf jeden Fall mit zur Weltmeisterschaft nehmen", sagte Maier mit Blick auf den 27-Jährigen, der im März 2001 sein erstes Weltcup-Rennen fuhr und erst vor sechs Wochen als 16. des Slaloms in Levi erstmals Punkte holen konnte.

Neureuther will bis zur WM schnell wieder zu alter Stärke finden: "Ich werde trainieren wie ein Vollkranker", sagt der derzeit Glücklose.dpa/jam