Matt Hall scheint die Lausitzer Luft einfach zu liegen. Der Vorjahressieger absolvierte den engen Parcours mit 15 Toren - die Piloten müssen da je zweimal durch - in 50,277 Sekunden. Diese Fabelzeit konnte keiner der 14 Piloten beim Red Bull Air Race im Qualifying knacken.

Matthias Dolderer zeigte vor heimischer Kulisse einen guten Auftritt. Er wirkte sehr kämpferisch und bestätigte den Aufwind vom Porto-Rennen. Der 47-Jährige landete auf Rang sechs. Das bedeutet: Er tritt am Sonntag in der "Round of 14" gegen den Spanier Juan Velarde an, der Neunter geworden war. Die sieben Sieger sowie der zeitschnellste Verlierer bestreiten danach die "Round of 8" - dort werden dann die Finalisten ermittelt.

Besuch bekam Dolderer unter anderem vom DTM-Piloten Marco Wittmann. Der BMW-Fahrer, der im Vorjahr den Gesamtsieg geholt hatte, ist mit dem deutschen Flug-Weltweltmeister befreundet. Wittmann drehte auf dem Lausitzring eine Präsentationsrunde. Zudem sorgten die Drift-Brothers für reichlich Gummi-Qualm - Red Bull sorgt mit dem Rahmenprogramm für viel Motorsport-Unterhaltung.

Der Renn-Samstag war bereits gut besucht. Lausitzring-Chef Josef Meier bestätigte: "Die Tribüne sah schon sehr gut gefüllt aus." Auch beim Hangar-View, der Möglichkeit nah an die Flugzeuge heranzukommen, waren viele Fans mit Handys und Fotoapparaten dabei. Auffällig: Neben der Fangemeinde von Weltmeister Matthias Dolderer, der am Lausitzring sein Heimrennen erlebt, waren auch viele tschechische Fans an der Strecke. Kein Wunder: Martin Sonka hat in dieser Saison als Gesamtführender beste Chancen, den WM-Titel zu holen. Und angesichts der Grenznähe ist der Lausitzring auch für ihn ein kleines Heimrennen.

Für Sonntag werden zum Rennen nun noch mehr Zuschauer erwartet. Im vergangenen Jahr wurden am Rennwochenende insgesamt 50.000 Gäste gezählt