Seit Monaten dominieren Ekström (Abt-Audi) und Paffett (Mercedes) die Meisterschaft. Auch gestern auf dem Lausitzring ging das Kopf-an-Kopf-Duell bei guten äußeren Bedingungen weiter - diesmal mit dem besseren Ende für den DTM-Titelverteidiger aus Schweden.
In der 20. von 48 Runden auf der 3,442 Kilometer langen Kurzanbindung übernahm Ekström die Führung im Rennen und gab sie trotz ständiger Attacken von Paffett nicht mehr ab. Beide Piloten lieferten sich über die Hälfte des Rennens einen packenden und fairen Zweikampf im Millimeterabstand. Paffett, beim ersten Auftritt der DTM im Mai Sieger auf dem EuroSpeedway Lausitz, versuchte immer wieder, seinen Konkurrenten zu überholen, doch der behielt die Nerven, machte keinen Fehler und rettete mit 0,401 Sekunden Vorsprung hauchdünn den Sieg ins Ziel. „Ich hatte nicht eine Chance, Mattias zu überholen, obwohl ich das schnellere Auto hatte“ , sagte Paffett später. Dritter wurde Tom Kristensen (Dänemark/Audi). Mit 69 Punkten führt Ekström vor den beiden letzten Saisonrennen in Istanbul (2. Oktober) und auf dem Hockenheimring (23. Oktober) wieder mit einem Zähler Vorsprung vor Paffett (68 Punkte).

Mücke bleibt im Kies stecken
„Die Meisterschaft ist weiter offen. Natürlich ist das Gefühl beim Gewinnen besser“ , sagte Mercedes-Sportchef Norbert Haug und haderte nicht groß mit dem zweiten Platz von Paffett. „Ich bin sehr, sehr zufrieden. Unsere Strategie hat gestimmt und ich habe keinen Fehler gemacht“ , freute sich Laufsieger Ekström. „Das war Motorsport vom Feinsten“ , analysierte Audis Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich.
Pech hatte die ehemalige „Formel-1-Fraktion“ im Starterfeld. Mika Häkkinen (Finnland/Mercedes) musste seinen Ambitionen frühzeitig nach einem Unfall begraben, wurde nur Zwölfter. Heinz-Harald Frentzen (Mönchengladbach/Opel) ging von Startplatz zwei ins Rennen, hielt lange Anschluss an das Spitzenfeld, ehe ihn Jean Alesi (Frankreich/Mercedes) in der 44. Runde in der ADAC-Kurve drehte. Frentzen büßte einen Platz ein, wurde am Ende Siebter. Alesi kassierte eine Durchfahrtsstrafe, rettete aber als Achter ebenfalls noch einen Punkt.
Der Brite Jamie Green (Mercedes), am Samstag im Training erstmals auf die Pole Position gefahren, musste das Rennen ebenso aufgeben wie „Lokalmatador“ Stefan Mücke (Berlin/Mercedes), der nach einem Fahrfehler im Kiesbett stecken blieb.

Zum Thema Ergebnisse 9. DTM-Lauf
 1. Mattias Ekström (Schweden), Audi 48 Runden in 1:03:44,903; 2. Gary Paffett (Großbritannien), Mercedes, +0,401 Sek.; 3. Tom Kristensen (Dänemark), Audi, +3,062; 4. Laurent Aiello (Frankreich), Opel, +4,756; 5. Manuel Reuter (Deutschland), Opel, +6,082; 6. Bruno Spengler (Kanada), Mercedes, +18,762; 7. Heinz-Harald Frentzen (Deutschland), Opel, +21,368; 8. Jean Alesi (Frankreich), Mercedes.