Die Lausitzer Füchse warten weiter auf den ersten Sieg im neuen Jahr. Im Topspiel der DEL2 des Zweiten gegen den Dritten kassierten die Weißwasseraner am Freitagabend gegen die Löwen Frankfurt eine 1:2-Heimniederlage nach Penaltyschießen. Nach der 1:2-Pleite am Mittwoch gegen Bayreuth, als die Füchse sich so schlecht wie seit Langem nicht präsentierten, konnte man ihnen diesmal den Willen zu gewinnen durchaus nicht absprechen. Allein es mangelte im siebten Spiel innerhalb kürzester Zeit dann doch an Kraft, Konzentration und Präzision. Am Ende reichte es immerhin zum Teilerfolg.

Füchse-Trainer Corey Neilson wartete wie angekündigt mit einigen personellen Änderungen auf. So fand sich Goldhelm Jeff Hayes nur noch in der dritten Reihe wieder. Und im Tor bot der Coach etwas überraschend Eisbären-Keeper Marvin Cüpper nach langer Verletzungspause auf. Zum Unmut der Fans in der erneut sehr gut gefüllten Weißwasseraner Eisarena. Die Anhänger hatten nicht vergessen, wie abfällig sich der Förderlizenzler einst über DEL2-Einsätze bei den Füchsen geäußert hatte. So forderten die Fans zu Beginn der Partie lautstark Olafr Schmidt, der zuletzt auch tatsächlich starke Leistungen im Füchse-Tor gezeigt hatte.

Aber auch Cüpper ließ zumindest im ersten torlosen Drittel keinen Puck in sein Gehäuse, entschärfte stattdessen die eine oder andere Frankfurter Chance. Die Füchse kamen ihrerseits kaum zu dicken Möglichkeiten, weil die Löwen es geschickt machten und nicht viel zuließen. Zudem wussten sie mit Ilya Andryukhov einen extrem gut aufgelegten Keeper hinter sich. Die Kraft für ein offensives Feuerwerk hatten aber auch die mit Verletzungssorgen und einem extrem schmalen Kader angereisten Gäste nicht.

Erst in der 31. Minute kamen die Löwen in Überzahl zur 1:0-Führung. Lukas Koziol überlistete Füchse-Keeper Cüpper per Bauerntrick. Am Spiel beider Mannschaften änderte das zunächst nicht viel. Frankfurt blieb diszipliniert und machte hinten zumeist dicht. Auch zum Ende des zweiten Drittels, als die Füchse etwas mehr Druck machten und zu zwei Riesenmöglichkeiten kamen, ließen sie nichts anbrennen.

Der verpasste Ausgleich kurz vor der Drittelpause drückte indes nicht aufs Füchse-Gemüt. Auch nicht die Tatsache, dass die Löwen ihnen weiterhin kaum Entfaltungsmöglichkeiten boten. Und in der 45. Minute waren die Frankfurter dann doch mal ungeordnet, was die Füchse clever nutzten. Der hinter dem Gästetor postierte Clarke Breitkreuz passte perfekt zu Anders Eriksson, der aus zentraler Position zum 1:1 einnetzte.

Weitere Tore fielen in der regulären Spielzeit nicht, sodass es leistungsgerecht in die Verlängerung ging. Dort hatten die Füchse dann mehrmals den Siegtreffer auf dem Schläger. Doch selbst hochkarätigste Chancen fanden nicht ihr Ziel. Zudem scheiterte Jeff Hayes mit einem Penalty.

Das anschließende Penalty-Schießen entschieden dann die Löwen für sich, trotz dreier von Cüpper gehaltener Schüsse.

Stimmen:

Matti Tiilikainen (Trainer Löwen Frankfurt): „Wir wussten, was uns in Weißwasser erwartet. Es war ein sehr enges, vielleicht nicht das beste Spiel. Unser Plan war es, hart zu verteidigen. Da wir nur drei Reihen hatten, fehlte uns am Ende die Kraft. Umso glücklicher sind wir über die zwei Punkte.“

Corey Neilson (Trainer Lausitzer Füchse): „Es war ein großartiges Spiel von zwei der besten Teams der Liga. Man hat gesehen, dass Frankfurt ein Topteam ist. Es war ein harter Kampf auf beiden Seiten, wobei es keine dominierende Mannschaft gab. Nach dem Spiel am Mittwoch gegen Bayreuth war das diesmal ein gutes, schnelles Spiel von uns. Wenn wir so weitermachen, werden wir noch viele gewinnen.“

Statistik:

Lausitzer Füchse – Löwen Frankfurt 1:2 n.P. (0:0; 0:1; 1:0/0:1)

Tore: 0:1 Koziol (31.) 1:1 Eriksson (45.), 1:2 Kärälä (65.); Zuschauer: 2523; Schiedsrichter: Roland Aumüller; Strafminuten: 4/4

Nächstes Spiel: ESV Kaufbeuren – Lausitzer Füchse (Sonntag, 17 Uhr)