Jetzt haben die seit Wochen von Verletzungen gebeutelten Eisbären Berlin also doch die Lausitzer Füchse „angesteckt“. Denn genau wie der Kooperationspartner gibt es jetzt auch in Weißwasser eine lange Ausfallliste. An diesem Wochenende bei den Spielen am Freitagabend beim EHC Freiburg (19.30 Uhr) und am Sonntag zu Hause gegen die Kassel Huskies (17 Uhr) müssen die Füchse im Kampf um die bestmögliche Ausgangsposition für die Playoff-Runde in der DEL auf mehrere Leistungsträger verzichten. „Personell ist die Situation im Moment sehr schwierig“, sagt Geschäftsführer Dirk Rohrbach.

Zumal kurzfristige Besserung nicht in Sicht ist. Jakub Kania hat sich im Heimspiel gegen Bietigheim durch einen gegnerischen Check eine Schulterverletzung zugezogen und fällt nach derzeitigem Stand vier bis fünf Wochen aus. Clarke Breitkreuz bekam am Dienstag in Deggendorf einen Schuss ins Gesicht. Die Fraktur wurde inzwischen im Thiem-Klinikum in Cottbus operiert. Außerdem verlor Breitkreuz mehrere Zähne und musste an Lippe sowie Zunge genäht werden. Wann er mit einem Vollvisier wieder aufs Eis kann, ist offen.

Joel Keussen laboriert weiter an einem Virusinfekt und hat immer noch Fieber. Für Jake Ustorf ist die Saison bereits beendet. Der Nachwuchsspieler muss an der Schulter operiert werden. Und Jordan George wurde zuletzt aufgrund von muskulären Beschwerden geschont.

Um die personellen Lücken zu schließen, haben die Füchse inzwischen alle Förderlizenzspieler vom Oberliga-Kooperationspartner Hamburg Crocodiles nach Weißwasser zurückgeholt. Nach Thomas Reichel und Erik Hoffmann läuft jetzt auch Brian Bölke für Weißwasser auf. Der 20-Jährige feiert an diesem Wochenende sein Debüt in der DEL2. Nur für Torhüter Niklas Zoschke, der ebenfalls in Hamburg spielte, sieht es schlecht aus: Wegen einer Knieverletzung ist für ihn die Saison wohl beendet.

Klar ist schon jetzt: In den nächsten Wochen werden die Füchse mit einem relativ kleinen Kader auskommen müssen. Um auch weiterhin vier Sturmreihen vollzubekommen, sollen Steven Bär und Philip Kuschel vorn aushelfen. Bär hat früher in Heilbronn zwar auch schon Stürmer gespielt, in den vergangenen Jahren wurde er jedoch als Verteidiger eingesetzt. Kuschel befindet sich eigentlich mitten in der Umschulung vom Stürmer zum Verteidiger.

Neuverpflichtungen wird es dagegen nicht geben, obwohl nicht klar ist, welche der momentan verletzten Spieler bis zum Start der Playoffs im März wieder einsatzfähig sind. „Neuzugänge sind nicht geplant. Auch wenn uns diese Spieler natürlich fehlen, ist der Kader breit genug. Es muss auch so funktionieren“, betont Geschäftsführer Dirk Rohrbach.

Der Terminkalender meint es gut mit den Füchsen. Am nächsten Wochenende bestreiten sie nur ein Heimspiel am Freitag gegen Bad Nauheim. Die Partie in Dresden wurde bereits vorgezogen. Am drauffolgenden Wochenende pausiert die DEL, sodass der eine oder andere Spieler von den Eisbären Berlin dann helfen kann.