„Derby-Sieger, Derby-Sieger“, skandierten die gut 400 mitgereisten Fans nach dem hart erkämpften Auswärtserfolg. Genau wie am Saisonanfang starteten die Lausitzer Füchse auch nach der Länderspielpause mit einem Sieg. Weißwasser setzte sich am Freitagabend bei den Eislöwen Dresden mit 2:1 nach Verlängerung durch und verteidigt Tabellenplatz vier in der DEL2.

„Die nächsten Spiele werden zeigen, wohin die Reise geht. Entweder wir können uns in den top Sechs fest­setzen oder es geht nach unten“, hatte Geschäftsführer Dirk Rohrbach mit Blick auf den Start nach der Länderspielpause betont. .

Nach der kürzesten Auswärtsreise in der laufenden Spielzeit kamen die Füchse richtig gut aus dem Bus. Auch ohne den verletzten Kapitän Anders Eriksson, der das Derby als Zuschauer verfolgte, dominierten die Gäste das 1. Drittel beinahe nach Belieben. Dresden wurde teilweise in Überzahl-Manier vor dem eigenen Tor regelrecht festgenagelt. Der Puck lief wieder so schnell wie am Saisonanfang, als Weißwasser acht Siege in Serie geholt hatte. Einziges Manko: Die Füchse vergaßen in dieser Phase der Dominanz das Toreschießen. Eislöwen-Keeper Marco Eisenhut flogen die Pucks zwar um die Ohren, aber nicht ins Netz.

Während Eriksson pausieren musste, bekamen die Füchse wieder mehr Unterstützung vom Kooperationspartner Eisbären Berlin. Im Tor stand Maximilian Franzreb, der Sturm wurde durch Vincent Hessler verstärkt.

Im 2. Drittel verlief das Derby dann ausgeglichener, weil sich auch Dresden am Offensiv-Spiel beteiligte. Franzreb bekam jetzt deutlich mehr zu tun als in der Anfangsphase. Der Eisbären-Keeper präsentierte sich dabei in starker Form – zum Beispiel beim Versuch des Ex-Weißwasseraners Steve Hanusch in der 34. Minute. Kurz vor der Pausensirene war Franzreb dann doch geschlagen. Beim Schuss von Jordan Heywood (39.) von der blauen Linie versperrten ihm mehrere Spieler die Sicht.

Kurz nach Wiederbeginn schlug Weißwasser zurück. Clarke Breitkreuz erzielte den 1:1-Ausgleich (44.). Bei prächtiger Derby-Stimmung in der mit 4412 Zuschauern ausverkauften Energieverbund-Arena hatten die Füchse kurz vor Ende der regulären Spielzeit bei zwei Überzahlspielen die Chance zum Siegtreffer – aber auch diesmal vergaben sie zu viele Möglichkeiten.

Sie gingen allerdings auch in Überzahl in die Verlängerung. Und jetzt nutzten sie den numerischen Vorteil: Bereits nach 26 Sekunden fiel der Siegtreffer durch Steve Saviano.

Corey Neilson (Weißwasser): „Es war eine beeindruckende Atmosphäre, beide Fanlager haben tolle Stimmung gemacht. Dresden hat sich unter dem neuen Trainer deutlich gesteigert. Wir haben das 1. Drittel dominiert. Beide Teams haben viele Chancen liegengelassen. Unser spätes Überzahlspiel war der Schlüssel zum Sieg. Wir haben heute zwei wichtige Punkte geholt.“

Bradley Gratton (Dresden): „Das 1. Drittel ging an Weißwasser. Wir waren einfach nicht schnell genug. Vor so einer Kulisse muss man anders auftreten. Das 2. Drittel ging dann an uns. Wir haben viel investiert. Insgesamt haben wir aber zu viele Strafen kassiert. Ich bin etwas enttäuscht über die mangelhafte Disziplin meiner Mannschaft.“

Eislöwen Dresden – Lausitzer Füchse 1:2 (0:0, 1:0, 0:1/0:1)
Tore: 1:0 Heywood (39.), 1:1 Breitkreuz (44.), 1:2 Saviano (61.); Schiedsrichter: Feistl/Sicorschi; Zuschauer: 4412 (ausverkauft); Strafminuten: 12/8.
Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – EC Bad Nauheim am Sonntag um 17 Uhr.

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