Auf diese Nachricht haben die Lausitzer Füchse sehnlichst gewartet. Pünktlich zum Neustart der DEL2 nach der Länderspielpause bekommt der Eishockey-Zweitligist aus Weißwasser an diesem Wochenende wieder etwas mehr personelle Unterstützung durch den Kooperationspartner Eisbären Berlin.

Diese Hilfe sieht konkret so aus: Torhüter Maximilian Franzreb steht zumindest am Freitag im Auswärtsspiel bei den Eis­löwen Dresden (19.30 Uhr) zur Verfügung. Dazu kommt Stürmer Vincent Hessler, der das komplette Wochenende im Füchse-­Trikot absolvieren soll – also auch am Sonntag beim Heimspiel gegen den EC Bad Nauheim (17 Uhr). Maximilian Adam und Charlie Jahnke sind dagegen bei den Eisbären ­Berlin nach wie vor unverzichtbar. Der DEL-Club aus der Hauptstadt wird weiterhin von großen Verletzungssorgen geplagt.

Füchse-Coach Corey Neilson hatte in dieser Woche im RUNDSCHAU-Interview noch einmal die Bedeutung der jungen Förderlizenz-Spieler der Eisbären unterstrichen: „Ich glaube, diese Spieler sind ein sehr großer Faktor für unser Spiel.“ Weil sie den Kader nicht nur breiter, sondern vor allem schneller machen. Diese Schnelligkeit aller vier Reihen war die Basis für den starken Saisonstart mit acht Siegen in Serie. Ohne die schnellen ­Berliner tat sich Weißwasser vor der Länderspielpause dagegen schwer.

Die Rückkehr von Vincent Hessler dürfte dem Team also guttun. Die Youngster sind mit einer sogenannten Förderlizenz ausgestattet, um sowohl in Berlin als auch in Weißwasser  spielen zu können. Geschäftsführer Dirk Rohrbach betont: „Natürlich schmerzt uns das Fehlen der jungen Spieler aus Berlin. Aber letztlich ist es ja der Sinn der Kooperation, diese Spieler fitzumachen für die DEL. Insofern ist es auch ein Beleg für die gute Arbeit, die bei uns geleistet wird.“

Torhüter Maximilian Franzreb (22) war zwei Jahre lang ein wichtiger Rückhalt der Lausitzer Füchse. Am Anfang der laufenden Saison rückte er zur Nummer 1 der Eisbären auf und hat fünf ­Partien bestritten. Maximilian Adam, Charlie Jahnke und Vincent Hessler (alle 20) sind nach zwei Lehrjahren in Weißwasser inzwischen auch auf gutem Weg, sich in der DEL zu etablieren.

Sie dienen als Maßstab für die nächste Generation der jungen ­Berliner in Weißwasser. Spieler wie Thomas Reichel oder Cedric Schiemenz (beide 19) wollen denselben Weg gehen. Der Aufstieg von Hessler & Co. von der DEL2 in die DEL hat also auch Vorbild-Charakter.

„Es ist ein ganz wichtiges Signal für die jungen Spieler. Sie sehen, dass man durch gute Leistungen bei uns, es in einem überschaubaren Zeitraum in die DEL schaffen kann“, erklärt Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach.