„Spitzenreiter, Spitzenreiter“, sangen die Fans der Lausitzer Fans am Sonntagabend nach einem erneuten Eishockey-Fest in Weißwasser. Dass zu diesem Zeitpunkt die Partie von Tabellenführer Kaufbeuren in Ravensburg noch andauerte, störte die Anhänger herzlich wenig.

Die Füchse und die Kassel Huskies boten ein wahres Offensiv-Spektakel mit vielen Chancen auf beiden Seiten. Tore fielen allerdings erst im letzten Drittel. Die Gastgeber jubelten am Ende über einen 2:0-Sieg und die Maximalausbeute von sechs Punkten an diesem Wochenende. Am Freitag hatte es einen 2:1-Erfolg in Freiburg gegeben.

Obwohl die personelle Situation angespannt bleibt, konnten die Füchse auch diesmal mit vier Sturmreihen aufbieten, weil die eigentlich als Defensivspieler eingeplanten Steven Bär und Philip Kuschel erneut in der Offensive aushalfen. Jakub Kania, Jake Ustorf (beide Schulterverletzung) und Clarke Breitkreuz (Gesichtsverletzung) müssen weiter pausieren. Dagegen kehrte Joel Keussen nach einem Virusinfekt überraschend schon gegen Kassel ins Team zurück. Olafr Schmidt stand im Tor. Konstantin Kessler, der am Freitagabend beim 2:1-Sieg in Freiburg eine starke Leistung abgeliefert hatte, saß wieder auf der Bank.

Vor 2553 Zuschauern starteten die Gastgeber zwar schwungvoll in dieses Heimspiel. Der Rhythmus wurde dann aber durch insgesamt drei Zwei-Minuten-Strafen in Folge aber empfindlich gestört. Die Füchse waren vor allem in der Defensive gefragt, überstanden diese kritische Phase aber unbeschadet. Trotz der fehlenden Tore im 1. Drittel war es ein unterhaltsames Spiel, weil beide Teams couragiert nach vorn spielten und sich viele Chancen erarbeiteten.

Zumal sich die ambitionierten Gäste aus Kassel nach einem schwachen Saisonstart unter dem neuen Trainer Tim Kehler inzwischen deutlich stabilisiert und auch den Kader verändert haben. Unter anderem wurde mit Tyler Gron der beste Scorer der Huskies am vergangenen Montag aufgrund von Unstimmigkeiten beurlaubt.

Auch wenn Tore weiterhin Fehlanzeige blieben – langweilig war es auch im 2. Drittel nicht. Im Gegenteil! Den beiden Torhütern Olafr Schmidt und Leon Hungerecker flogen die Pucks nur so um die Ohren. Zum Beispiel in der 36. Minute, als erst Füchse-Stürmer Jordan George ein feines Solo durch die Gäste-Abwehr hinlegte. Beim anschließenden Konter tauchte der Kasseler Sebastian Sylvestre völlig frei vor Schmidt auf.

In der 49. Minute war die Torlosigkeit in diesem Offensiv-Spektakel dann endlich beendet. Jeff Hayes nutzte die Weißwasseraner Überzahl zur 1:0-Führung. Sein Schuss fand durch die Schoner von Torhüter Hungerecker den Weg ins Netz. In der 55. Minute erhöhte erneut der Topscorer auf 2:0 und schoss die Gastgeber damit in Richtung Tabellenspitze.

Tim Kehler (Trainer Kassel): „Das war ein sehr gutes Spiel. Ich bin zufrieden, wie wir als Mannschaft aufgetreten. Aber wir haben Probleme, eine konstante Leistung über die gesamte Spielzeit zu zeigen. Und wir hätten unsere 5:3-Überzahlspiele im 1. Drittel nutzen müssen. Am Ende haben zwei Schüsse das Spiel entschieden.“

Corey Neilson (Füchse-Trainer): „Es war ein schnelles, exzellentes Spiel für die Zuschauer, aber auch für uns Trainer. Es ist alles über das Eis geflogen. Wegen der vielen Strafen im 1. Drittel war es aber auch ein sehr hartes Spiel für uns.“

Sonntag: Lausitzer Füchse – Kassel Huskies 2:0 (0:0, 0:0, 2:0)

Tore: 1:0 Hayes (49.), 2:0 Hayes (55.); Schiedsrichter: Brill/Westrich; Zuschauer. 2553; Strafminuten: 12 / 8.

Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – EC Bad Nauheim am Freitag um 19.30 Uhr.

Komplette Statistik

Bildergalerie 27.01.2019, Weisswasser, Lausitzer Fuechse vs. Kassel Huskies..Nick Walters (25, Kassel Huskies), Derek Dinger (47, Kassel Huskies), Leon Hungerecker (31, Kassel Huskies), Steve Saviano (12, Lausitzer Fuechse)