Es ist ein schlechtes Wochenende für die Lausitzer Füchse. Am Freitag verlor das Team trotz ordentlicher Leistung gegen den Tabellenführer aus Frankfurt. Ausgerechnet Ex-Fuchs Rylan Schwartz hatte mit seinem 1:0 die Niederlage eingeleitet. Am Sonntag gab es das nächste Wiedersehen mit einem Ehemaligen und die nächste Niederlage – schon die vierte in Folge. Nach 60 Minuten stand es gegen den EHC Freiburg 1:2.
Die Partie in der Eisarena war eine besondere. Der gebürtige Weißwasseraner Robert Hoffmann kehrte erstmals zu seinem langjährigen Klub zurück. Die Trennung vom heute 44-Jährigen Coach verlief 2018 alles andere als geräuschlos. Im Streit gingen Trainer und Verein auseinander. Wenngleich die Zeit angeblich alle Wunden heilt, schmerzt die Trennung noch immer.

Die Füchse beginnen passiv und unkonzentriert

Doch nicht nur diese Umstände sorgten für Spannung, sondern auch die sportliche Situation. Hoffmanns neuer Verein, der EHC Freiburg, konnte mit einem Sieg an den Lausitzern vorbei ziehen.
Diese Chance wollten die Gäste von Anfang an nutzen und zeigten sich hochkonzentriert. Eine Zwei-Minuten-Strafe für Philip Kuschel nutzten sie aus, um in Führung zu gehen. McLellan schnappte sich den Puck, sah die Lücke, marschierte durch und schloss eiskalt ab (7.).
In dieser Phase hätte der EHC sogar noch das zweite Tor nachlegen können, doch mit Glück und Geschick verhinderte Füchse-Goalie Tobias Ancicka das. Bei Weißwasser ging wenig in der Offensive, symbolisch dafür stand die fünfte Minute, als die Füchse den Puck an der blauen Linie von links nach rechts und zurück spielten, aber niemand schoss.

Trotz Verbesserung zeigen die Füchse zu wenig

Besser wurden die Bemühungen erst gegen Ende des ersten Drittels, als sich Weißwasser zwischenzeitlich vor dem gegnerischen Tor festsetzte. Vorerst blieben die Füchse aber ohne Treffer.
Immerhin trauten sie sich nun Abschlüsse zu, das zweite Drittel wurde ein offenes. Die gute Phase Weißwassers dauerte aber nicht allzu lange, Freiburg übernahm wieder stärker die Kontrolle. Das 2:0 war die logische Folge. Der EHC nutzte die nachlässige Verteidigung der Lausitzer. Ein Pass in die Mitte reichte, dort stocherte Otten den Puck am Ende ins Netz (29.). Es sah nach einem entspannten Tag für Robert Hoffmann aus.

Der Anschlusstreffer reicht nicht aus

Doch aus dem Nichts traf Peter Quenneville zum Anschluss, Clarke Breitkreuz hatte einen Gegenspieler perfekt weggeblockt und damit den Weg frei gemacht (34.). Nur eine halbe Minute später verpasste Luis Rentsch den Ausgleich, als er einen Schuss von Jan Bednar an den Pfosten abfälschte.
Mehr ging aber nicht mehr für die Füchse, die insgesamt zu ungenau spielten, um den Freiburgern dauerhaft gefährlich zu werden. So nehmen die Gäste samt Trainer Hoffmann die Punkte mit in den Breisgau. Das Wiedersehen mit dem Ex hätte sich Weißwasser sicher anders gewünscht.

Die Stimmen der Trainer

Chris Straube (Lausitzer Füchse): „Wir haben in der Offensivzone zu wenig aufs Tor gebracht. Man sieht es in der Statistik, dass Freiburg viel mehr Abschlüsse hatte. Wir können nicht einfach hoffen, in den letzten zehn Minuten ein Tor zu schießen. Wir müssen lernen, über 60 Minuten gut zu spielen.“
Robert Hoffmann (EHC Freiburg): „Wir haben am Freitag schon ein gutes Spiel gemacht, aber uns leider nicht belohnt. Ich freue mich wahnsinnig für meine Spieler, dass sie sich heute belohnt haben. Die drei Punkte sind völlig verdient.“
Lausitzer Füchse – EHC Freiburg 1:2 (0:1, 1:1, 0:0)
Tore: 0:1 McLellan (7.), 0:2 Otten (29.), 1:2 Quenneville (34.); Schiedsrichter: Falten/Ratz; Strafminuten: 10/8.
Das nächste Spiel: Lausitzer Füchse – Bayreuth Tigers am 29. Oktober um 19.30 Uhr.